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Freudenstadt Haus Regina wird vom Kreis geräumt

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Die Gemeinschaftsunterkunft Haus Regina wird aufgegeben. Foto: Breitenreuter

Freudenstadt - Das Haus Regina an der Lauterbadstraße in Freudenstadt, seit vielen Jahren Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber, wird geräumt. Die Bewohner ziehen in das ehemalige Posthotel in der Stadtmitte um.

Die ehemalige Pension wurde bereits Ende der 80er-Jahre vom Landkreis zunächst als Unterkunft für Spätaussiedler, später für Asylbewerber und Flüchtlinge angemietet und bot Platz für rund 100 Menschen. Sie war in den vergangenen Wochen und Monaten, als die Flüchtlingswelle stetig zunahm, immer ausgebucht. Doch der Zahn der Zeit hat an den Gebäuden, die am Stadtausgang in Richtung Lauterbad versteckt hinter hohen Bäumen liegen, kräftig genagt. Schon seit längerer Zeit gebe es im neueren Teil des Gebäudekomplexes Wasserschäden, sagt Stefanie Simet, Dezernentin für Soziales beim Landkreis Freudenstadt. Deshalb stehe dieser Teil schon einige Zeit leer. Auch im Altbau hätten sich immer mehr bauliche Mängel gezeigt. Dies hatte auch im Kreistag nach einer Besichtigung zusammen mit dem Freundeskreis Asyl Anlass zur Kritik gegeben.

Kapazität von bis zu 150 Personen

"Daher werden die Bewohner noch in dieser Woche in das ehemalige Posthotel umgesiedelt", erläutert Stefanie Simet. Das Gebäude sei in den vergangenen Wochen ertüchtigt worden. Die Kapazität liege bei bis zu 150 Personen. Rund 30 Menschen würden von der Lauterbadstraße an die Stuttgarter Straße umziehen. Was aus dem Haus Regina nun wird, steht nach Auskunft von Stefanie Simet noch nicht fest. Fakt ist, wie Benjamin Geigl, Leiter des Amts für Migration und Flüchtlinge beim Kreis Freudenstadt, bestätigt, dass der Landkreis das Gebäude gemietet hat und der Vertrag noch bis Ende nächsten Jahres läuft. Vertragliche Details würden vom Landkreis derzeit mit dem Eigentümer des Gebäudes geklärt, so Simet. Damit hänge auch zusammen, ob der Kreis in der ehemaligen Pension noch Renovierungsarbeiten erledigen muss. Die Architekten seien dabei, eine Bestandsaufnahme zu machen.

Nach der Schließung des Hauses Regina ist das ehemalige Posthotel noch die einzige Sammelunterkunft des Landkreises in Freudenstadt. Nach der neuen Entwicklung in der Flüchtlingsproblematik hat der Zustrom stark abgenommen. "Im Mai haben wir im Kreis Freudenstadt keine Zuweisung von Flüchtlingen", betont Stefanie Simet. "Doch wie sich die Lage entwickelt, ist Glaskugelleserei", ergänzt sie. Das mache die Planung für den Landkreis derzeit sehr schwierig.

Die Schließung des Hauses Regina als Flüchtlingsunterkunft sieht Werner Hoffmann, Vorsitzender des Freudenstädter Freundeskreises Asyl, positiv. Und er denkt auch, dass diese Schließung angesichts des Zustands der Gebäude endgültig sein wird. "Gut, dass der Landkreis so entschieden hat", so Hoffmann. Doch grundsätzlich ist er nicht dafür, Plätze für Asylbewerber und Flüchtlinge abzubauen. Der Flüchtlingszustrom sei zwar unterbrochen aber nicht abgebrochen.

Für das ehemalige Posthotel wurde inzwischen eine eigene Arbeitsgruppe gegründet. Werner Hoffmann ist mit der Bereitschaft von Bürgern zum ehrenamtlichen Engagement, die in einer Informationsveranstaltung geäußert wurde, sehr zufrieden. 20 bis 30 Bürger wollen sich in die Arbeit des Freundeskreises zusätzlich einbringen.

Lenkungsgruppe soll eingerichtet werden

Der Freundeskreis Asyl will übrigens bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Juni die Weichen für die künftige Arbeit stellen. Laut Werner Hoffman ist eine Satzungsänderung geplant, nach der eine "Lenkungsgruppe Flüchtlingsarbeit Freudenstadt" eingerichtet werden soll. In ihr sollen neben dem Vorstand des Freundeskreises Asyl und mindestens drei Mitgliedern aus einzelnen Arbeitskreisen des Freundeskreises auch Vertreter der Diakonischen Bezirksstelle, des Familien-Zentrums, der Stadt Freudenstadt, des Landratsamts und des Arbeitskreises Christlicher Kirchen vertreten sein.

 

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