Der Kreativität beim Kunsthandwerk sind keine Grenzen gesetzt: Beim Töpfermarkt in Freudenstadt gibt es auch skurrile Tierfiguren. Archiv-Fotos: Jagdmann Foto: Schwarzwälder-Bote

Freudenstädter Töpfermarkt am 3. und 4. August auf dem oberen Marktplatz / Von Töpfen bis zu Fabelwesen

Freudenstadt. Beim Freudenstädter Töpfermarkt am Samstag und Sonntag, 3. und 4. August, wird der obere Marktplatz wieder zur "Drehscheibe" für Freunde der Töpfer- und Keramikkunst.Der 21. Töpfermarkt steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Julian Osswald und zeigt eine Bandbreite von klassischer bis zu moderner Keramik.

 

Auf dem Töpfermarkt bieten mehr als 80 Töpfer handgefertigte Keramik für Küche, Tisch, Garten und Architektur am Bau an. Der Bogen spannt sich von Salzgebranntem, Raku, eine altjapanische Brenntechnik, Fayencen über Irdenware bis zu Steinzeug, gefertigt in den verschiedensten keramischen Techniken.

Das Ziel von Eberhard und Renate Jagdmann, Besitzer der Töpferstube Freudenstadt, ist es, das Töpferhandwerk zu fördern und über den Töpfermarkt eine Verbindung von den Werkstätten zum Verbraucher herzustellen. Denn gerade die Töpfer seien auf ein qualitätsbewusstes Publikum angewiesen. Nur so sei es möglich, das traditionelle Töpferhandwerk – einer der ältesten Handwerksberufe – zu erhalten. Wichtig für Eberhard und Renate Jagdmann ist es, auch Junghandwerkern, die den Weg in die Selbstständigkeit gewagt haben, eine gute Plattform zu bieten.

Die Töpfer kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, sowie aus den Nachbarländern Österreich und Frankreich nach Freudenstadt. Das Angebot ist breit gefächert und reicht vom althergebrachten Tee-/Kaffeegeschirr über Lampen, Krüge, Keramikschmuck, Vogelpfeifen und Zimmerbrunnen bis zur Gartenkeramik und zu Wasserspielen für drinnen und draußen.

Skurrile Vögel und andere Fabelwesen werden ebenfalls präsentiert. An einigen Ständen kann man den Töpfern über die Schulter schauen, um einen Einblick in die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Keramikers zu bekommen. Auch modern gestaltete und ausgefallene Keramik wird wieder angeboten. Neu ist ein Aussteller, der flammenfestes Steinzeug aus eigener Entwicklung anbietet.

Der überregionale Markt hat mittlerweile eine Vielzahl von Anhängern gefunden, die jedes Jahr wieder nach Freudenstadt kommen, um bei "ihrem" Töpfer ihr handgetöpfertes Geschirr zu ergänzen oder sich auch mal ein besonders schönes Unikat als besonderen Blickfang für ihr Heim auszusuchen.

Für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt. Die Gastronomen vom Bistro im Berufsschulzentrum und Martinique bewirten die Besucher. Auch verschiedene Vorführungen sind am Samstag und Sonntag geplant. So können die Besucher am Stand von Helene Wagner beim Modellieren von Tierplastiken zuschauen. Mosaikarbeiten demonstriert Samy Seemann, und das Arbeiten an der Töpferscheibe wird am Stand von Dagmar Griewisch-Berkau gezeigt. Eine Kochvorführung ist am Stand von Wolfgang Knapp zu sehen.

Der Freudenstädter Töpfermarkt ist am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Einritt ist frei.