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Freudenstadt Handel in Corona-Krise: Kunden trauen sich noch nicht in die Läden

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So menschenleer wie in den vergangenen Wochen ist der Marktplatz nicht mehr. Der große Andrang bleibt aber aus. Foto: Reimer

Freudenstadt - Kunden scheinen wegen der derzeitigen Lage noch vorsichtig zu sein. Obwohl in Freudenstadt die Geschäfte und Eisdielen seit Montag wieder offen haben, tummeln sich auf dem Marktplatz und in den Geschäften bisher nur wenige Menschen.

"Wir sind dankbar und froh, dass wir wieder aufmachen dürfen", erklärt Armin Bauer, Inhaber eines Modehauses am Marktplatz. Zwar sei der Kundenandrang noch deutlich niedriger, als vor der Schließung, doch weil einige Kaufinteressierte den Weg in sein Geschäft gefunden haben, ist er durchaus zufrieden. Für die Wiedereröffnung hat er an den Kassen Tröpfchenschutz aus Plexiglasscheiben angebracht. "Ansonsten war unser Geschäft für die Wiedereröffnung startklar", sagt er.

Corona-Maßnahmen ruinieren Ostergeschäft

Sorgen bereitet Bauer die Unsicherheit, wie es nun weitergeht und wie sich die Lage entwickelt. Insbesondere im Hinblick darauf, dass vor der Schließung Waren geliefert wurden, die Lager dementsprechend voll seien und die Waren jetzt an die Kunden gebracht werden müssen.

Auch bei Matthias Kätel vom Schuhhaus Kappler sind die Lager voll. Doch das Geschäft laufe bisher zurückhaltend. "Das Problem ist, dass der Tourismus derzeit wegfällt, was dazu führt, dass wir deutlich weniger Käufer haben", erklärt er. Dennoch hatte auch er einige Kunden in seinem Geschäft.

Äußerst problematisch war der Zeitpunkt der Schließung. "Das war denkbar ungünstig, denn die Osterzeit ist eine umsatzstarke Zeit", so Kätel. Trotzdem versucht er zuversichtlich zu bleiben und sah die Schließung auch als Gelegenheit. Er hat die Zeit genutzt und sein Geschäft renoviert: "Der Laden erstrahlt jetzt in frischem Weiß", sagt er lachend.

Auch Helmut Baldenhofer hat die Zeit in seinem Uhrengeschäft nutzen können. "Ich habe nach der Schließung noch Aufträge abarbeiten können", erklärt er. Kleinere Umbauarbeiten für die Wiedereröffnung hat er auch erledigt: So befindet sich an der Kasse ein Tröpfchenschutz und vor der Kasse ein Abstandshalter, der die Kunden auf Distanz hält. Aufgrund der kleinen Verkaufsfläche darf nur noch ein Kunde in seinen Laden. Die Kunden kommen in erster Linie wegen kleineren Anliegen, wie einem Batteriewechsel oder der Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit zu ihm. Verkauft werde deutlich weniger als vor der Krise, meint er. Eine Ursache dafür sei, dass Touristen, die einen Großteil seiner Kundschaft ausmachen, fernbleiben.

Über ausbleibende Touristen klagt auch Bianca Mei, Inhaberin des Feinkostladens "Vom Fass". "Das Geschäft läuft mau", sagt sie, "und ich denke daran wird sich nicht viel ändern, wenn der Tourismus weiter ausbleibt." Bisher waren nur Stammkunden bei ihr, die auch froh seien, dass sie wieder offen habe.

"In jedem Fall besser als geschlossen zu bleiben"

Ansonsten bleibt der große Andrang bisher aus, auch weil die Menschen aufgrund der gegenwärtigen Lage verunsichert und vorsichtig seien, meint sie. Neben kleineren Renovierungen hat auch sie ihren Laden für die Wiederöffnung vorbereitet und Plexiglas aufgestellt und einen Rundgang durch das Geschäft konzipiert, um ein- und ausgehende Kunden voneinander zu trennen.

Wegen der Corona-Auflagen gibt es beim Eiscafé Antica Gelateria Soravia das Eis nur zum Mitnehmen. Das wird auch nur in Pappbechern verkauft, Waffelhörnchen gibt es vorerst keine, da diese mitgegessen werden. "Das Geschäft läuft nicht gut, aber es ist in jedem Fall besser als geschlossen zu bleiben", sagt Inhaber Sandro del Negro.

"Die Leute sind noch vorsichtig und man sieht, dass deutlich weniger Menschen auf dem Marktplatz sind", meint del Negro. Er ist aber zuversichtlich, dass es sich in den nächsten Tagen wieder etwas bessern wird und die Menschen sich wieder vermehrt heraustrauen werden.

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