Sowohl am Samstag als auch am Sonntag konnte man viele Modelle des Golf GTI auf dem Freudenstädter Marktplatz bewundern. Foto: Lothar Schwark

Motorsportfreunde kommen voll auf ihre Kosten. Organisator Harald Schumacher zufrieden.

Freudenstadt - "Motorsport verbindet" lautete das Motto des ersten Golf-GTI-Treffens in Freudenstadt. Und es lockte zahlreiche Fans dieses Kultautos an.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag konnte man viele Modelle des Golf GTI auf dem Freudenstädter Marktplatz bewundern. Am Wörthersee in Österreich treffen sich bis zu 250 000 Menschen mit ihren Autos. Ganz so viele waren es in Freudenstadt zwar nicht, Veranstalter und Organisator Harald Schumacher war mit der Besucherresonanz dennoch zufrieden.

Die Leidenschaft für den Golf GTI ging auch an Oberbürgermeister Julian Osswald und Tourismusdirektor Michael Krause nicht vorbei, die zur Eröffnung gekommen waren. OB Osswald dankte Schumacher für die Organisation des Wochenendes und lobte, dass Schumacher immer wieder neue Ideen entwickle und diese mit Entschiedenheit durchsetze. Das Ganze nicht für sich, sondern für die Region Freudenstadt, würdigte Osswald das Engagement.

Tourismusdirektor Michael Krause freute sich über "ein wunderbares Treffen", das in Freudenstadt seine Heimat finden werde. Auch Weltklasse-Skispringerin Svenja Würth aus Baiersbronn ließ sich als Ehrengast das GTI-Treffen nicht entgehen. Nach ihrer Verletzung ist sie noch in der Aufbauphase und hatte somit Zeit, nach Freudenstadt zu kommen.

Schumacher dankte allen Helfern und Institutionen, die ihn bei der Vorbereitung unterstützt hatten. Seit 1986 ist er bekennender GTI-Fan und hat bereits zahlreiche Treffen von Liebhabern dieser Automarke besucht.

Alles, was das Motorsportlerherz begehrt

Mit Kai Jordan und Justin Häussermann stellte er zwei Rennfahrer vor, die erfolgreich in der DTC- und in der TCR-Klasse mitfahren. Jordan stammt aus Wolfsburg. Er fährt seit 25 Jahren Rennen, war Langstreckenmeister und bei Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife unterwegs. Mit einem Partner nahm er auch schon an 24-Stunden-Rennen, zum Beispiel in Dubai und Barcelona, teil. Als Nachwuchsfahrer betreibt der 18-jährige Häussermann seit 2006 Motorsport. Anfangs mit dem Kart, seit zwei Jahren in der TCR-Klasse.

Nachdem die Boliden der beiden Rennfahrer enthüllt worden waren, schilderte Jordan den Besuchern seinen TCR-Tourenwagen, den VW 2015 für den Rennsport entwickelt hat. In der aktuellen Rennversion bringt es der Zwei-Liter-Turbomotor auf 257 KW (350 PS). Optisch unterscheidet sich der Golf GTI TCR vom Serien-Golf durch 18-Zoll-Rennfelgen und eine 15 Zentimeter breitere Karosserie plus einstellbaren Heckflügel. Für die Sicherheit des Fahrers sorgen ein Rennsitz mit Kopfprojektor plus Rennsport-Sicherheitszelle sowie ein Sicherheitstank nach FIA-Reglement.

Derweil trafen auf dem Marktplatz immer mehr GTI- Freunde ein. Auch der Oettinger 500 R wurde von Max Spieker vorgestellt. Ganze 6,4 Sekunden braucht man mit ihm für die Beschleunigung von 100 auf 200 Stundenkilometer. Dabei liegt die Maximalgeschwindigkeit über 300 Stundenkilometer.

Örtliche Aussteller präsentierten auf dem Marktplatz alles, was das Motorsportlerherz begehrt. Träume in Lack wie die ersten Golf-GTI-Generationen waren zu bewundern. Ein Fahrsimulator war nahezu ständig frequentiert, während nicht nur Kinder Rennen auf der Slotcar-Rennbahn austrugen. Bis zu 40 Motorsportfreunde konnten am Sonntag im Industriegebiet mit den Rennprofis auf jeweils vier Runden ihre Kondition testen. Von diesem außergewöhnlichen Erlebnis mit Kai Jordan, Justin Häussermann und Max Spieker werden sie wohl noch lange sprechen. Am Nachmittag wurde der – von den Besuchern bewertete – schönste Golf bekannt gegeben. Auf dem Marktplatz konnten es sich die GTI-Freunde bei Speisen und Getränken gut gehen lassen und einer Verlosung teilnehmen.

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