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Freudenstadt Grandhotel-Leuchten kehren zurück

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Zwei der alten Leuchter des Waldlust-Festsaals wurden durch eine Abordnung der Denkmalfreunde Waldlust aus dem Stadtarchiv-Magazin abgeholt. Auf dem Bild (von links) Dieter Nübel, Björn Kübler, Stadtarchiv-Mitarbeiterin Ruth Dörschel, Sonja und Hans Kübler. Foto: Denkmalverein Foto: Schwarzwälder Bote

Im alten Grandhotel Waldlust leuchtet wieder ein Stück historische Pracht. Zwei der Festsaal-Leuchter im Schwarzwald-Design sind aus dem Magazin des Stadtarchiv Freudenstadt zurückgekehrt.

Freudenstadt. Die Lüster wurden vom Aktiven-Team der Denkmalfreunde Waldlust abgeholt und an ihren angestammten Plätzen in zwei Eck-Kojen des großen Ballsaals angebracht und angeschlossen. Die beiden vierarmigen Kronleuchter helfen nun mit, den großen Saal wieder in seinem traditionellen Licht erstrahlen zu lassen.

Lampen verkörpern Geist früherer Tage

Die Messing-Lampen datieren wohl zurück auf die Jahre, als die "Waldlust" Anfang der 20er-Jahre ihren zweiten Großausbau erfuhr. Damals wurde der Südanbau mit seinem Herzstück, dem Fest- und Banquett-Saal, vollendet. Dieser Saalbau erhielt einen prachtvollen Hauptkronleuchter mittig unter der Kassettendecke sowie Nebenleuchter, die als Zier und für die Ausleuchtung der Saal-Kabinette entlang der großen Fensterfront dienten.

Die Leuchter sind nicht nur kunsthistorische Unikate, sie verkörpern in Ausgestaltung und filigranem Design auch den Geist und die Noblesse der "Waldlust" früherer Tage. Die Hoteldynastie Luz-Waldlust pflegte auch während der international erfolgsverwöhnten Blütejahre mit Gästen des europäischen Hochadels ein bürgerliches Understatement. Mit Prunkentfaltung in Maßen. Die Maßgabe für den Beherbergungsbetrieb lautete, einfach gesprochen, gediegene Vornehmheit. Die Leuchten versinnbildlichen diese Geisteshaltung auf eindrückliche Weise. Am Kreuzpunkt der Leuchtarme erhebt sich, eine Reverenz an die heimische Schwarzwald-Region und -Landschaft, eine Tannen-Applikation. Die "Waldlust"-Lampen in den Gesellschaftsräumen wurden, soweit sie überhaupt noch vorhanden waren, vor rund zehn Jahren vom Denkmalverein geborgen und zur sicheren Verwahrung an das Stadtarchiv Freudenstadt übergeben. Dort ruhten sie bis vor wenigen Tagen.

Doch die Entscheidung des in Gründung befindlichen Vereins-Sprosses, der Denkmalfreunde Waldlust, den Hausbetrieb für Feste, Feiern und Veranstaltungen wieder in Gang zu bringen, hat die Rückholung des Saalschmucks nahegelegt.

Am Kronleuchter noch Puzzlearbeit nötig

Stadtarchiv-Mitarbeiterin Ruth Dörschel händigte die Lüster dem Denkmalfreunde-Team nun wohlbehalten aus. Vorerst noch in städtischer Obhut bleibt dagegen der prachtvolle Waldlust-Hauptkronleuchter mit seinen zig Einzelteilen aus geschliffenem Glas. Dieses eigentliche Juwel des Festsaals soll zu einem späteren Zeitpunkt wieder an seinen angestammten Platz gebracht werden. Vorher jedoch müssen etliche Verdrahtungen und Glasteile repariert und erneuert werden. Eine delikate Puzzlearbeit, die während des Winterhalbjahrs von den Freudenstädter Denkmalfreunden in Angriff genommen werden soll. Mit dem Kronleuchter bekommt der große Festsaal dann auch wieder seine zentrale Augenweide zurück.

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