Im Buswartehaus am Stadtbahnhof feierte die Volksmission einen Gottesdienst. Foto: Volksmission Foto: Schwarzwälder-Bote

Freiwillige der Volksmission räumen am Stadtbahnhof auf

Freudenstadt. Im Rahmen der Initiative "Serve the City" sammelten Freiwillige aus der Volksmission rund um den Stadtbahnhof in Freudenstadt Müll. Im Vorfeld hatte Pastor Christoph Fischer dazu aufgerufen, christliche Nächstenliebe konkret durch Dienste zum Wohl der Stadt zu leben.

Trotz des trüben und regnerischen Wetters fanden sich einige Helfer am Stadtbahnhof ein, um aufzuräumen. "Ich weiß nicht, wie viele tausend Zigarettenstummel wir letztlich eingesammelt haben", kommentierte Pastor Christoph Fischer, der selbst mit Hand anlegte, "aber wir tun es gerne, weil wir glauben, dass Gott auch dadurch geehrt wird." Ein paar Meter weiter präsentiert der elfjährige Sandro stolz seine Fundstücke: Flaschen, ein Feuerzeug und ein Regenschirm. "Unglaublich, was hier alles herumliegt." Dass man am Stadtbahnhof in ein paar Stunden nicht restlos aufräumen kann, war allen klar, aber an manchen Ecken sah es hinterher deutlich besser aus.

Am darauf folgenden Sonntag feierte die Volksmission ihren "Serve the City"-Gottesdienst im Buswartehaus am Stadtbahnhof. Dort lagen inzwischen schon wieder neue Zigarettenstummel herum, zwischen denen die Gemeindeglieder standen und "Großer Gott, wir loben dich" sangen. Pastor Fischer, der mit den "Serve the City"-Aktionen vor allem die Wahrnehmung seiner Gemeindeglieder durch ihre Mitmenschen in der Stadt schärfen möchte, betonte dabei: "Gott liebt die Menschen unserer Stadt, und er fordert uns heraus, seine Liebe zu unseren Mitmenschen konkret werden zu lassen." Und so wurde aus dem Gottesdienst am Stadtbahnhof ein Sendungsgottesdienst hinein in die Stadt. Die Initiative "Serve the City" ist europaweit vertreten, um Menschen zu sozialen Kurzprojekten zu motivieren. Auch in Freudenstadt soll es im kommenden Frühjahr weitergehen.

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