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Freudenstadt Geschichten über Herzöge und Geister

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Führte die Gäste durch "sein" Freudenstadt: Michael Bartholomä in der Rolle des Herzog Friedrich. Fotos: Sannert Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Doris Sannert

Region. Zu mehr als 100 Veranstaltungen hatte der Regionalverband Nordschwarzwald gestern an seinem dritten Nordschwarzwaldtag eingeladen. An 16 verschiedenen Orten – sechs davon im Landkreis Freudenstadt – gab es für die vielen Gäste "Natur und Kultur" pur.

Von Alpirsbach, Baiersbronn und Buhlbach über Freudenstadt und Dornstetten bis nach Horb reichten die vielfältigen Angebote der Veranstalter im Landkreis.

In Alpirsbach standen Führungen durch das Museum für Stadtgeschichte und das Brauereimuseum ebenso auf dem Programm wie ein Besuch in der Glasbläserei oder im Kloster. Dabei wurden für Kinder und Erwachsene themenbezogene Sonderführungen angeboten.

In Baiersbronn lockte ein Muttertagsfest samt Kunsthandwerkermarkt und verkaufsoffenem Sonntag. Weshalb das Glas, das einst in Buhlbach hergestellt wurde, grün ist – diese und andere Fragen beantwortete Dora-Luise Klumpp all denjenigen, die in den Kulturpark Glashütte gekommen waren, um Näheres über die Geschichte der Glasbläserei in Buhlbach zu erfahren. Sie erklärte den Gästen, dass die grüne Farbe von den Eisenanteilen im Buntsandstein herrührt, dass die Glashütte Buhlbach auf Anordnung von Herzog Karl Eugen gegründet wurde und dass die ersten Investoren aus Straßburg und Alpirsbach stammten. Wer wollte, konnte sich mit Unterstützung von Axel Heintz selbst als Glasbläser versuchen. Glashandwerker ließen sich bei alten Techniken wie dem Bleiverglasen oder dem Bemalen und Ritzen von Glas über die Schulter schauen. Erstmals zum Einsatz kam die interaktive Führung im Gesteinsmahlhaus mit Informationen über die Geschichte, angereichert durch Maschinengeräusche.

In Dornstetten, besser gesagt zunächst in Hallwangen, drehte sich im Barfußpark alles um Märchen, Sagen und Legenden. Yvonne Krämer zeigte Kindern und Erwachsenen, wie sie selbst Zauberwaldparfüm herstellen können. Dazu wurden Tannen- und Lavendelnadeln klein geschnitten. In einem Mörser lösten sich unter Zugabe von Wasser die ätherischen Öle, die für den intensiven Duft verantwortlich sind. "Die Kinder lernen auf diese Art und Weise die Pflanzen kennen, und, dass sie mit wenigen Zutaten etwas selbst herstellen können", erklärte die Biologin und Waldpädagogin. Bei ihr konnten Groß und Klein auch Astscheiben, Perlen und Federn auffädeln und so eigene Räuberketten herstellen.

Im Barfußpark verteilt warteten die Märchenerzähler Ariane Fackel, Sylvia Schneider-Müller und Paul Müller. Beim Grillplatz hörten die barfüßigen Gäste etwas über "Das Mädchen im Lorbeerbaum". Am Brunnen erschien ihnen der "Waldgeist", und bei den Summsteinen erfuhren sie, wie der Löwenzahn zu seinem Namen kam. Denn einst durften sich die drei Töchter eines Kaufmanns drei Dinge wünschen. Die dritte wollte, dass er ihr Löwenzähne aus Afrika mitbringt. Doch nachdem er diese nach seiner Rückkehr bei der stürmischen Begrüßung seiner Tochter auf einer Wiese verlor, erblühten tags darauf viele kleine, gelbe Sterne, die fortan den Namen "Löwenzahn" tragen sollten. Mit Märchen für Erwachsene am Abend endeten die Veranstaltungen in Dornstetten, zu denen auch eine Führung "Von der sagenumwobenen Burg Haldewang zum Kloster Engeltag" gehörte.

Nach einem Muttertagskonzert der Stadtkapelle Freudenstadt führte Stadtgründer Herzog Friedrich I. von Württemberg, dargestellt von Michael Bartholomä, die Gäste durch seine Stadt, unter den Arkaden entlang, zu Stadtkirche und Kurhaus und über die Reichsstraße wieder zum Rathaus zurück – nicht allerdings, ohne sich darüber zu beklagen, dass noch immer sein Schloss auf dem größten Marktplatz Deutschlands nicht gebaut sei.

Zuvor hatte er seinen Gästen vom Rathausbalkon zugewunken und sie über die 167 Stufen auf den Rathausturm geführt. Unterwegs gab es erfrischende Getränke, kleine Häppchen und Musik mit der Drehleier. Auch Führungen zu den 100 Skulpturen in der Stadt und eine Wanderung auf dem Museumspfad "Wasserleben" wurden angeboten.

Muttertagskonzerte, ein Muttertagsfrühstück mit regionalen Produkten sowie Führungen durch die historische Altstadt und durch den Kakteengarten warteten auf die Besucher in Horb.

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