Verlief der Wahlsonntag bis zur Schließung der Wahllokale noch ganz entspannt, geieten die Wahlhelfer bei der Auszählung ganz schön ins Schwitzen. Foto: Schwark

Künftig mit zwei Sitzen mehr vertreten. CDU verliert zwei Mandate. Neun neue Gesichter im Freudenstädter Gremium.

Freudenstadt - Was für ein Auszählmarathon - und was für ein Wahlausgang. Die Freie Wählervereinigung ist in den kommenden fünf Jahren stärkste Fraktion im Gemeinderat – mit Beate Gaiser als Stimmenkönigin. Viele neue Gesichter haben die Wähler dem Freudenstädter Gemeinderat beschert. Neun neue Köpfe nehmen künftig am Ratstisch Platz, die meisten übrigens von den Freien Wählern (FWV), die ihr Ziel, stärkste Fraktion im Gemeinderat werden zu wollen, offensichtlich nicht zu hoch gesteckt hatten. Neun Sitze und damit zwei Sitze mehr als in der vergangenen Legislaturperiode konnte die FWV gewinnen. Insgesamt holten die Freien Wähler 33,2 Prozent der Stimmen (2009: 27,5). In absoluten Zahlen: 49 968. Beate Gaiser verdoppelte ihr Ergebnis nahezu. Erhielt sie 2009 noch 3419 Stimmen waren es heuer 6081.

Zweitstärkste Fraktion ist die CDU, die bei der Kommunalwahl zwei Sitze einbüßen musste und damit auf sieben kommt. Holten die Christdemokraten bei der letzten Wahl noch rund 32,2 Prozent müssen sie nun ein Minus von 4,9 Prozent einstecken.

Ebenfalls zu knabbern dürfte die Bürgeraktion haben, die die Zahl ihrer Sitze von sechs auf fünf nach unten korrigieren muss. 18,81 Prozent der Stimmen entfielen auf die BA – ein schlechteres Ergebnis als 2009 als 21,7 Prozent die Liste wählten.

Anders die Sozialdemokraten. Sie machten einen Sitz gut und sind künftig mit sechs statt bisher fünf Gemeinderäten am Ratstisch vertreten. Mit 20,1 Prozent (2009: 18,5) der Stimmen kann die SPD zufrieden sein.

Die Wahlbeteiligung war bei der Gemeinderatswahl noch schlechter als 2009. Machten vor fünf Jahren rund 46,3 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Recht gebrauch, waren es aktuell mit 43,3 Prozent noch weniger. Zwar sind die Frauen im Freudenstädter Gemeinderat (27 Sitze) immer noch unterrepräsentiert. Mit neun statt bislang sieben Ratskolleginnen geht der Trend aber – entsprechend dem Kreis – nach oben. Insgesamt hatten sich mit 25 Kandidatinnen aber weitaus mehr als 2009 – damals waren es lediglich zehn – zur Wahl gestellt.

Offensichtlich hat der Wähler gezielt gewählt, denn außer Beate Gaiser können sich auch andere Gemeinderäte über Stimmenrekorde freuen. Hermann John (FWV), der 2009 noch mit 4643 die meisten Stimmen eingefahren hatte, konnte sein Ergebnis um 819 Stimmen verbessern. Ihm folgen Carola Broermann (CDU) mit 4625 Stimmen, Andreas Bombel (CDU) mit 4596 Stimmen und Günter Braun (SPD) mit 4398 Stimmen.

Neu am Freudenstädter Ratstisch sind für die Freien Wähler Robert Kurz (2968 Stimmen), Michael Kaltenbach (1916 Stimmen) und Andreas Zuckschwerdt (1911 Stimmen)über ein Ausgleichsmandat). Gerolf Hau (2447 Stimmen) und Reinhardt Klumpp (2210 stimmen) sitzen künftig für die CDU im Gremium. Für die SPD schafften es Anita Zirz (1934) und Regine Haug (1539) in den Gemeinderat und von der BA Esther Kießling (1139 Stimmen) und Bernd Wetzel (993 Stimmen).

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