Auf dem Freudenstädter Friedhof gibt es eine Gedenkstätte für tot- und fehlgeborene Kinder. Foto: Schwarzwälder-Bote

Trauer: Angehörige können ihren Gefühlen Ausdruck geben

Freudenstadt. Eine ökumenische Trauerfeier für "Sternschnuppenkinder" gibt es am Freitag, 18. November, um 14 Uhr in der Friedhofskapelle Freudenstadt. Organisatoren sind die Selbsthilfegruppe "Leere Wiege" und die christlichen Kirchen Freudenstadts.

Gerade noch große Freude, dann große Traurigkeit – und oft die Frage: Wie konnte das geschehen und warum? Viele Eltern müssen das erleben: eine Fehlgeburt und dann oft die Sprachlosigkeit. Es fällt vielen schwer, darüber zu sprechen und die Trauer auszudrücken.

Unter dem Thema "Hände" können die betroffenen Eltern an ihre Kinder denken, die nicht leben konnten, nicht beerdigt werden konnten und nur ganz kurz auf der Welt waren. Damit sollen Mütter, Väter, Großeltern und andere ihrer Trauer Ausdruck verleihen können.

Im Rahmen dieser Feier wird die Asche aller tot- und fehlgeborenen Kinder des vergangenen Jahres bei der Gedenkstätte auf dem Friedhof Freudenstadt beerdigt. Im Anschluss werden alle Teilnehmer ins Café Pause zur Begegnung und zum Austausch eingeladen. Der Verlust eines ungeborenen oder tot geborenen Kindes ist groß. Mütter und Väter leiden oft lange darunter, und die Trauer um das verlorenen Kind wird oft unterschiedlich gelebt. Deshalb seien das gegenseitige Verständnis und wechselseitige Hilfe schwer, so die Gesprächsgruppe "Leere Wiege". Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das solche Probleme besprochen und Wege der Hilfe aufgezeigt werden können.

Weitere Informationen: Pastoralreferent Michael Paulus, Telefon 07441/ 91 72 16.

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