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Freudenstadt Gartenschau: Seilbahn muss nicht sein

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Einen Panoramaweg ins Forbachtal beinhaltet der Entwurf für den Masterplan zur Gartenschau 2025. Foto: Planstatt Senner

Freudenstadt - Wie nachhaltige Landschaftsentwicklung aussehen kann, wollen die Architekten vom Büro Planstatt Senner bei der Gartenschau 2025 im Forbachtal zeigen. Das Büro erhielt vom Gemeinderat Freudenstadt einstimmig den Auftrag für den Masterplan.

"Back to blue – Zeitreise im Landschaftspark der Zukunft" ist der Arbeitstitel für den Entwurf des Masterplans. Anfang August hatte das Büro Planstatt Senner den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. Auch der gemeinsame Ausschuss der Stadt Freudenstadt und der Gemeinde Baiersbronn habe sich dem Votum des Preisgerichts angeschlossen erläuterte Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung in Freudenstadt, in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Zeitnah sollen jetzt die Themen vertieft werden, deshalb stand in den Gemeinderäten Freudenstadt und Baiersbronn die Beauftragung des Büros an. Johann Senner erläuterte den Freudenstädter Stadträten nochmals das Konzept für die Überplanung des rund sieben Kilometer langen Tals zwischen Freudenstadt und Baiersbronn.

Anspruchsvolle Aufgabenstellung

Es sei eine anspruchsvolle Aufgabenstellung, betonte Senner, denn in die Gartenschau müssten auch Siedlungsräume einbezogen werden. Er und sein Team seien oft im Forbachtal gewesen, um die ungewöhnlich verschiedenen Facetten des Gebiets kennenzulernen. An dem reizvollen Tal wolle sein Büro zeigen, wie eine Landschaftsentwicklung aussehen kann, die über die Gartenschau hinaus wirkt. Johann Senner zeigte den Stadträten auch Bilder von anderen Projekten, die sein Büro bereits umgesetzt hat.

Nicht für alle Aufgabenstellungen werde es eine 100-prozentige Lösung geben, gab der Landschaftsarchitekt zu. Wichtig werde die Mobilität besonders für ältere Besucher der Gartenschau sein. Den Einsatz von Elektrobussen könne man sich vorstellen. Beim Thema Seilbahn müsse man überlegen, ob so ein Projekt überhaupt finanzierbar ist. Dazu ergänzte Oberbürgermeister Julian Osswald, dass so eine Seilbahn nur eine "tolle Idee" sei. Das Konzept funktioniere aber auch komplett ohne Seilbahn.

Johann Senner erläuterte weiter, dass sich sein Büro einen Panoramaweg nach Christophstal, den Erhalt der Trockenmauern und die Anbindung der S-Bahn-Haltestelle in Friedrichstal über einen Aufzug und eine Brücke vorstellen könne. Die Topografie sei eine "Wahnsinns-Herausforderung". Auch die ehemalige Tuchfabrik könne "revitalisiert" werden, zum Beispiel durch Startup-Unternehmen, innovative Firmen, Restaurants oder Kultureinrichtungen. Zwischen dem oberen und unteren Forbachtal könne man sich eine "Birdwatch-Station", Retentionsräume und interessante Wasserzugänge vorstellen. Johann Senner hatte auch seine Mitarbeiterin Aliena Döll mitgebracht, die das Projekt Gartenschau Freudenstadt-Baiersbronn leiten wird. Sie stellte sich dem Gemeinderat vor.

Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg werde sein, dass sein Büro die Bürger mit einbezieht, sei es durch Spaziergänge oder Gerüste, die die Maßnahmen darstellen. In der Diskussion zeigten sich die Stadträte beeindruckt von Senners Ideen.

Stadtrat Friedrich Volpp (Freie Wähler) bot sogleich seine Mitarbeit an. Er habe eine Liste von über 80 Besonderheiten in Christophstal, die er gerade aufarbeite. "Wir sind bei Ihnen am richtigen Platz", sagte er zu Senner. Auch Stadträtin Anita Zirz (SPD) fand die Ideen gut, wollte dennoch wissen, welche Rolle der Gemeinderat bei dem Projekt spielt. Dieser sei jederzeit der Souverän, antwortete OB Julian Osswald.

Stadtrat Michael Kaltenbach (Freie Wähler) und gleichzeitig Sprecher der Christophstaler Bürger, bemerkte, dass es eine große Aufgabe sein werde, das "Schatzkästchen Chris­tophstal" zu öffnen. "Nehmen Sie die Bürger mit ins Boot", forderte er die Planer auf. Stadträtin Carola Broermann (CDU) war überzeugt, dass das Büro Senner in der Lage ist, dem Forbachtal Leben einzuhauchen. Stadträtin Esther Kießling (Bürgeraktion) wollte wissen, was getan werden kann, damit die Besucher nicht nur nach Baiersbronn gehen. Dafür habe man verschiedene Mobilitätsformen wie E-Bus, S-Bahn oder Fahrräder eingeplant, damit die Menschen von jeder Stelle aus das Tal entdecken können, erläuterte Johann Senner.

Stadtrat Bernd Wetzel (Bürgeraktion) riet, das Tal sachte aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, und seine Fraktionskollegin Elisabeth Gebele wollte wissen, ob auch die Ideen der anderen Preisträger des Wettbewerbs verwendet werden können. Rudolf Müller antwortete, dass die jetzt vorliegenden Entwürfe lediglich Ideensammlungen sind. Der Masterplan sehe später ganz anders aus. Es sei durchaus zulässig, auch andere Ideen aus dem Wettbewerb aufzunehmen.

 
 

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