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Freudenstadt Gartenabfälle im Wald können richtig teuer werden

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Gartenabfälle bei Wittlensweiler: Das ist nicht erlaubt, selbst wenn einem der Wald gehört. Foto: Privat

Freudenstadt-Wittlensweiler - Gartenabfälle einfach im Wald in Wittlensweiler entsorgen? Eine schlechte Idee. Denn das nervt nicht nur Anlieger, sondern kann auch richtig teuer werden. Welche Regeln gelten und was für Bußgelder drohen, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel. 

Ausgediente Christbäume, Rasenschnitt, Gartenabfälle: Der Waldrand zwischen Spiel- und Sportplatz Wittlensweiler und weiter Richtung Grüntal, Frutenhof und Wittlensweiler wird offenbar gerne für die Entsorgung von Grünabfällen genutzt. Manche sind mit der Schubkarre unterwegs, andere kippen ganze Autoanhänger-Ladungen ab. Anlieger sind genervt, auch Ulrich Hanfstein, Leiter des Amts für Bau, Umwelt und Wasserwirtschaft im Landratsamt, reagiert humorlos. Wer erwischt wird, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen.

Herr Hanfstein, darf man Rasenschnitt und Gartenabfälle in den Wald kippen?

Nein, auch nicht in den eigenen Wald!

Warum nicht? Es ist doch Dünger und Biomasse.

Das sind Abfälle, für die es vorgeschriebene Entsorgungswege gibt. Rasenschnitt und Gartenabfälle können über die Biotonne, die Gartenabfall-Abfuhr oder auf Kompostplätzen und den Recyclingcentern entsorgt werden. Außerdem ist Eigenkompostierung möglich.

Was blüht Umweltsündern, wenn sie beim Walddüngen ertappt werden, und auf welcher rechtlichen Grundlage?

Es "blüht" ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gemäß Paragraf 69 Absatz eins Nummer zwei des Kreislaufwirtschaftsgesetzes: "Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen Paragraf 28 Absatz eins Abfälle zur Beseitigung behandelt, lagert oder ablagert. Es droht ein Bußgeld bis zu 100.000 Euro. Nach Paragraf 28 Absatz eins Satz eins KrWG dürfen Abfälle zum Zweck der Beseitigung nur in den dafür zugelassenen Anlagen oder Einrichtungen behandelt, gelagert oder abgelagert werden. Dies bedeutet, dass Rasenschnitt und Gartenabfälle, wenn diese nicht auf dem Grundstück, auf dem sie angefallen sind, durch Liegenlassen verrottet oder kompostiert werden, nur in dafür zugelassenen Beseitigungsanlagen beseitigt werden dürfen. Dazu zählen Kompostanlagen, Recyclinghöfe und gegebenenfalls Biogasanlagen. Die Ablagerung im Wald stellt somit eine illegale Abfallbeseitigung dar.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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