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Freudenstadt Ganztagsangebote sind heiß begehrt

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Wegen des Baugebiets Kohlstätter Hardt steigt die Schülerzahl an der die Theodor-Gerhardt-Grundschule. Foto: Breitenreuter Foto: Schwarzwälder Bote

Freudenstadt ist zwar bei der schulischen und frühkindlichen Bildung gut aufgestellt. Um es auch zu bleiben, sind in absehbarer Zeit aber einige Investitionen nötig.

Freudenstadt. Die Leiterin des Amts für Bildung, Familie und Sport, Petra Weinbrecht, sprach bei der Hauptversammlung der Freien Wählervereinigung (FWV) Freudenstadt deutliche Worte. Weil Freudenstadt finanziell nicht aus dem vollen schöpfen kann, riet sie den Kommunalpolitikern der FWV Prioritäten zu setzen.

Petra Weinbrecht gab auf Einladung der Freien Wähler einen Überblick über die kommunale Bildungspolitik in Freudenstadt. Angesichts der rasanten Entwicklung gewinne das Thema Bildung an Bedeutung, betonte sie. Dabei gehe es nicht nur um die Schulen, sondern immer mehr auch um die frühkindlichen Angebote. Die Bildung werde in der Stadt vom weichen immer mehr zum harten Standortfaktor, denn wer nach Freudenstadt ziehen wolle, schaue ganz genau auf die Bildungsangebote. Und diese seien ja nicht schlecht, so die Amtsleiterin. Alle Schulen außer einer Gemeinschaftsschule finde man in Freudenstadt. "Wir könnten darüber ruhig ein bisschen stolzer sein", so Weinbrecht.

Infrastruktur und Ausstattung seien für die Stadt Pflichtaufgaben, betonte Petra Weinbrecht. Nur wenige Bereiche in der Bildung seien freiwillig. Zurzeit besuchten 2626 Schüler die städtischen Schulen. Nach einem rückläufigen Trend habe es im Schuljahr 2014/15 eine Kehrtwende gegeben. Bedingt durch den Zuzug von Familien gingen die Zahlen wieder nach oben. Dieser Trend werde auch noch anhalten, so Weinbrecht. Bei den Grundschulen seien Prognosen einfacher, da man auf die Geburtenzahlen zurückgreifen könne, bei den weiterführenden Schulen werde es schwieriger. Ein wichtiger Faktor bei der Einschätzung sei stets, was für eine Bildungspolitik das Land verfolgt.

"Alle Grundschulen sind in ihrem Bestand gesichert", gab Petra Weinbrecht bekannt, darunter auch die Außenklasse im Stadtteil Kniebis. In der Forchenkopfschule in Wittlensweiler rechne man durch das neue Baugebiet Riedgasse mit einer Zunahme der Schüler. Das sei auch bei der Theodor-Gerhardt-Schule so, weil sie die gesamten Schüler aus dem Neubaugebiet Kohlstätter Hardt aufnehmen müsse. Aus diesem Grund behandle der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am kommenden Dienstag die Ausgliederung der beiden in der Schule angesiedelten Kindergartengruppen. Die Schülerzahl könnte auch in der Hartranft-Grundschule steigen, wenn das Baugebiet Sonnenhalde bebaut wird.

Auf eine Frage von Erich Zanocco nach dem Anteil der ausländischen Grundschüler antwortete Petra Weinbrecht, dass dieser in der Kernstadt höher sei als in den Stadtteilen. Integration sei in der Bildungsarbeit stets eine wichtige Aufgabe. Von 839 Grundschülern sei etwa die Hälfte in der Kernzeitenbetreuung oder in der Ganztagsschule oder in beiden. Das Kernzeitangebot gebe es an allen Schulen, erläuterte Weinbrecht. Für die Ganztagsangebote gebe es eine Warteliste, das liege an der veränderten Familienstruktur. An der Falkenrealschule gebe es leicht sinkende Zahlen. Sie benötige dringend ein Ganztagsangebot. Das müsse in Angriff genommen werden, riet Weinbrecht. Das Kepler-Gymnasium verzeichne Zuwachs. Die Werkrealschule werde auch künftig durchgehend zweizügig sein.

Im Bereich der frühkindlichen Bildung hätten sich die Ansprüche der Familien stark verändert, erläuterte Weinbrecht weiter. Frauen kehrten nach der Geburt eines Kindes schneller an den Arbeitsplatz zurück. Dadurch gebe es eine immense Nachfrage nach der Ganztagsbetreuung. Alle Krippen mit diesem Angebot seien gefüllt. Auch hier gebe es Wartelisten. Gleichzeitig gehe die Zahl der Tageseltern zurück, weil viele aufhören.

Als Fazit zog Petra Weinbrecht, dass Freudenstadt mit elf verschiedenen Kindergartenträgern eine große Angebotspalette bei der frühkindlichen Bildung habe. Diese gelte es zu bewahren und auszubauen.

Zu Wort kam in der Versammlung der Freien Wähler auch Schulleiter Peter Stübler vom Kepler-Gymnasium. Er bescheinigte der Stadt eine gute Bildungslandschaft.

"Vielleicht haben wir in der Vergangenheit das etwas schleifen lassen", gab Wolfgang Tzschupke, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, zu. "Wir müssen noch dicke Bretter bohren.".

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