Sie sind vom Landesförderprogramm überzeugt (von links): Christian Pöndl, Schulleiter der Musik-und Kunstschule Region Freudenstadt, Ruth Wörner, Rhythmiklehrerin, die Kindergartenleiterinnen Ute Moisel, Daniela Heizmann, Sabrina Bronner, Susanna Schmid und Svenja Maulbetsch, Volker Henne, Vorsitzender der Musik-und Kunstschule sowie Johannes Grebe vom Kultusministerium. Foto: Schwenk

Einrichtungen im Kreis sind an neuem Landesprogramm beteiligt: Singen Bewegen und Sprechen.

Kreis Freudenstadt - Auch im Kreis Freudenstadt startet zum 1. Oktober das Landesförderprogramm "Singen-Bewegen-Sprechen" mit Kooperationen zwischen Kindergärten, Schulen und der Musik- und Kunstschule Freudenstadt.

Im Rahmen des Programms erhalten Kinder ab dem vorletzten Kindergartenjahr durchgängig bis zur vierten Klasse wöchentlich durch eine musikpädagogische Fachkraft eine Unterrichtseinheit in Singen, Bewegung und Sprechen. Die Übungen, wie gestisch und mimisch unterlegte rhythmische Sprachverse, sollen dann in den Kindergartenalltag integriert werden.

Programm ist bundesweit einmalig

Bei dem bundesweit einmaligen Programm zur Förderung der frühkindlichen Bildung sind auch Kindergärten und Schulen aus dem Kreis Freudenstadt mit dabei. Obwohl man erst vor wenigen Monaten von dem Programm erfahren habe, habe man es geschafft, 14 Kindergärten von dem Projekt zu überzeugen, erklärte der Schulleiter der Musik- und Kunstschule Freudenstadt, Christian Pöndl, vor dem Start des Programms. Fünf der Kindergärten haben eine Zusage erhalten.

In Freudenstadt sind es die Kindergärten Tabor, St. Angela Merici, Goethestraße und Manbach, in Dornstetten der Kindergarten San Franziskus. Die Kindergärten Manbach und Goethestraße nehmen gemeinsam an dem Projekt teil. Weitere Kooperationspartner sind die Grundschule in Dornstetten und die Hartranft-Grundschule Freudenstadt. Die bei der Präsentation des Projekts anwesenden Vertreter der Kindergärten und Grundschulen zeigten sich von dem Vorhaben einhellig überzeugt.

Alle können profitieren, da es kostenlos ist

"Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", meinte Volker Henne, Vorsitzender der Musik- und Kunstschule Freudenstadt. Lange genug seien solche wichtigen Maßnahmen mit dem Verweis auf klamme Kassen abgelehnt worden. "Bis zum Endausbau wird das Land 16 Millionen Euro in diese Maßnahme investieren", erläuterte Johannes Grebe vom Referat für kulturelle Angelegenheiten des Kultusministeriums.

Ruth Wörner, Diplom- Rhythmiklehrerin, wird das Projekt im Kreis Freudenstadt betreuen und mit den Kindern arbeiten. Die Erzieherinnen würden mit einbezogen, so Wörner. "Auf Wunsch können sie sich auch weiterbilden", erklärte sie. Alle Kinder könnten an dem Programm partizipieren, da es kostenlos sei. Diese Art der frühkindlichen Erziehung fördere die Persönlichkeitsbildung der Kinder.