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Auch Grundstücksbewirtschafter sollen Platz in Teilnehmergemeinschaft erhalten

Einige Grundstücke in Dornstettens Ortsteil Hallwangen werden Teil des Flurneuordnungsverfahrens Freudenstadt-Musbach. Doch einige Eigentümer bezweifelten, dass das wirklich notwendig ist. Daher bleibt der Bereich Lutzenrain nun außen vor.

Dornstetten-Hallwangen. Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einem sechsteiligen Beschlussvorschlag der Verwaltung zum Thema Flurneuordnung Freudenstadt-Musbach zu. Dabei ging es um die Einbeziehung von Teilen der Gemarkung Hallwangen.

Vorschlag von Ortschaftsrat gefolgt

Wie Bürgermeister Bernhard Haas erläuterte, hatte die Stadt im Mai betroffene Grundstückseigentümer eingeladen. Bei der Versammlung hätten einige dem Vorhaben negativ gegenüber gestanden. Hauptgrund neben dem mit der Flurneuordnung verbundenen Flächenabzug von drei Prozent sei die Ansicht gewesen, dass eine Verbesserung der Verhältnisse nicht notwendig sei. Die Wege bedürften keiner Verbesserung, und eine Neueinteilung der Grundstücke sei nicht erforderlich. Letztlich habe man sich aber darauf geeinigt, dass, wie von Hallwangener Seite gewünscht, der Bereich Lutzenrain außen vor bleiben solle, so Haas.

Diesem Empfehlungsbeschluss des Ortschaftsrats sei man gefolgt und leite dies weiter an das zuständige Amt für Vermessung und Flurneuordnung Freudenstadt. Entsprechendes war unter dem ersten Punkt des Beschlussvorschlags inklusive Lageplan festgehalten.

Ortsvorsteher Christoph Mannheimer (FW/CDU) merkte an, dass die Stimmung bei der Versammlung durchaus gemischt, nicht nur negativ gewesen sei. Unter dem dritten Punkt des Beschlussvorschlags wurde in der Sitzung ergänzt, dass es der Stadt Dornstetten wichtig sei, dass im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft nicht nur Eigentümer der Grundstücke in Hallwangen, sondern nun auch noch deren Bewirtschafter mit mindestens einer Person vertreten sind. Angeregt hatte dies Ratsmitglied Martin Schwenk (FW/CDU).

Keine Kosten für Eigentümer

Weitere Punkte des Beschlussvorschlags beinhalten die Bereitschaft der Stadt, die verbleibenden Verfahrenskosten zu übernehmen, damit den beteiligten Grundstückseigentümern keine Kosten entstehen (zweiter Punkt). Ferner wurde zugestimmt, dass der Stadt Dornstetten die später im Flurbereinigungsplan auf dem Gemeindegebiet ausgewiesenen Anlagen als Eigentum zugeteilt werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Wassergräben, Rohrleitungen, Entwässerungseinrichtungen und Anlagen, die dem Boden-, Klima- und Naturschutz dienen. Das gilt auch für die öffentlichen Feld- und Waldwege, soweit Einigungen betreffs Linienführung und Ausbaustandard zustande kommen.

Außerdem ist geregelt, dass die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht und die Pflicht zur Erhaltung der gemeinschaftlichen Anlagen, auch der im Einvernehmen geplanten öffentlichen Feld- und Waldwege, mit deren Übergabe übernimmt.