Schmerzen am ganzen Körper: Die Ursachen für Fibromyalgie sind ungewiss. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Erstes Treffen am 18. Mai im DRK-Heim / Vortrag zum Schmerz

Freudenstadt. Fibromyalgie-Patienten leiden oft unter andauernden Schmerzen. Um eine Hilfestellung und zusätzliche Informationen zu geben und den Kontakt zu Patienten mit dem gleichen Krankheitsbild zu ermöglichen, will die Rheuma-Liga Freudenstadt einen Gesprächskreis für jüngere beziehungsweise neu an Fibromyalgie Erkrankte gründen.

 

Eine erste Kontaktaufnahme fand bereits statt im Anschluss an einen gut besuchten Vortrag, zu dem die Rheuma-Liga Freudenstadt in die Aula der Falken-Realschule in Freudenstadt eingeladen hatte. Thomas Weiss aus Mannheim referierte zum Thema "Rheuma und Schmerz". Schwerpunkt seiner Ausführungen war nicht die medikamentöse Therapie, sondern er ging auf die Impulse, die Schmerz als Wahrnehmung auslösen, ein.

Bei Dauerschmerzen geht die Schmerzschwelle nach unten, wie der Referent ausführte. Die Schmerzen werden stärker empfunden, und alle Sinnesorgane werden mit einbezogen. Insbesondere bei Fibromyalgie-Patienten treten die Dauerschmerzen mit der Zeit im ganzen Körper auf. Bei schon abgesenkter Schmerzschwelle wirken die Schmerzmittel nicht. Deshalb muss versucht werden, die Reaktion des Körpers auf den Dauerschmerz zu ändern. Die Schmerzempfindung kann der Mensch nicht bewusst steuern. Die Therapie besteht darin, den Schmerznervenzellen, die dauernd Alarm geben wollen, neue Erfahrungen zu geben. Mit neuen Reizen, die man als gut, wohltuend und nicht bedrohlich empfindet, lernen die Schmerzzellen, schwächer zu reagieren. Diese Reize können zum Beispiel aus Sport, Massagen, Wärme, Öl und Wellness jeder Art, neuen Herausforderungen ohne Überforderung, aber auch aus einfühlsamen Gesprächen, die Ängste reduzieren, bestehen. Diese positiven Impulse führen zu einer Anhebung der Reizschwelle und damit zu einer Reduzierung der Schmerzen.

Mensch, die sich für den Gesprächskreis für jüngere oder neu erkrankte Fibromyalgie-Patienten interessieren, können sich bei Silvia Klumpp unter der Telefonnummer 07449/382027 melden. Das erste Treffen findet am Mittwoch, 18. Mai, ab 18.30 Uhr im DRK-Heim, Ecke Wildbaderstraße/Ringstraße, in Freudenstadt statt.