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Freudenstadt FDP verliert zwei Sitze im Kreistag

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Kreis Freudenstadt - Einige Veränderungen gibt es im Kreistag Freudenstadt nach der Kommunalwahl vom Sonntag. Das Gremium schrumpft von 44 auf 39 Mitglieder und gleichzeitig verdoppelt sich die Zahl der Frauen von zwei auf vier. Neun neue Kreisräte werden in den Sitzungssaal einziehen. Zu wählen waren 36 Kreisräte. Durch drei Ausgleichsmandate wächst die Zahl auf 39. Stärkste Kraft war und bleibt die CDU, die bei der Kreistagswahl 33,5 Prozent der Stimmen holte. Sie erhält 13 Sitze (bisher 15). Die Freie Wählervereinigung verteidigt ihren zweiten Platz mit 26,2 Prozent und kommt auf elf Sitze (bisher zwölf). Die SPD kommt mit 13,6 Prozent der Stimmen auf den dritten Platz und erhält fünf Sitze im neuen Kreistag (bisher sechs). Die FDP verliert auch auf Kreisebene an Boden und kommt mit 10,5 Prozent nur noch auf vier Sitze, das sind zwei weniger als bisher.

Damit hat die SPD das vor der Wahl von Fraktionsvorsitzendem Reiner Ullrich geäußerte Ziel, drittstärkste Kraft zu werden, erreicht. Nicht geklappt hat es dagegen bei der FDP, deren Chef Daniel Wochner, der nicht mehr in den Kreistag gewählt wurde, im Vorfeld das Ziel gesetzt hatte, drittstärkste Kraft zu bleiben. Bisher hatten FDP und SPD jeweils sechs Sitze. Die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen schrumpft von vier auf drei Sitze und erreichte noch 7,8 Prozent der Stimmen. Gut geklappt hat das Vorhaben der Liste "Frauen in den Kreistag", die auf Anhieb 5,9 Prozent holten und zwei Kreisrätinnen stellen. Sie verpassten damit nur knapp den Fraktionsstatus von drei Kreisrätinnen. 2,45 Prozent erreichten die Republikaner. Rodolfo Panetta, bereits bisher im Kreistag vertreten, schaffte es aber wie schon vor fünf Jahren nur über ein Ausgleichsmandat in das Gremium.

Die CDU holte in den Wahlkreisen Freudenstadt, Horb und Dornstetten jeweils drei Direktmandate. Die Hochburg der Freien Wählervereinigung ist der Wahlkreis V (Dornstetten, Grömbach, Pfalzgrafenweiler, Schopfloch, Waldachtal, Wörnersberg, Glatten), in dem sie sich vier Direktmandate sichern konnte. Die SPD schaffte in jedem Wahlkreis ein Direktmandat. Für die FDP ist und bleibt der Wahlkreis Horb die Hochburg, wo sie zwei von ihren vier Direktmandaten absahnen konnte. In den Wahlkreisen Baiersbronn und Dornstetten ging die FDP leer aus. Die Grünen holten in Freudenstadt, Horb und Baiersbronn ihre drei Sitze. Die Frauenliste war in Freudenstadt und Horb erfolgreich.

Einen Wechsel gab es auf dem Thron des Stimmenkönigs. Vor fünf Jahren hatte ihn "Newcomer" Julian Osswald von der CDU mit 13.135 Stimmen erobert. Jetzt muss er ihn an seinen Fraktions- und OB-Kollegen Peter Rosenberger aus Horb abtreten, der heuer 10 796 Stimmen bekam. Auf Platz zwei folgt Michael Theurer (FDP) mit 8572 Stimmen und Julian Osswald muss sich mit dem dritten Platz mit 8365 Stimmen zufrieden geben.

Etwas geschrumpft ist auch die Riege der Oberbürgermeister und Bürgermeister im Kreistag. Waren es bisher 15, so sind es in Zukunft nur noch 13 Stadt- oder Gemeindeoberhäupter, die die Kreispolitik mitbestimmen. Bürgermeister Gerhard Link aus Freudenstadt (CDU) hatte nicht mehr kandidiert und Bürgermeister Bernhard Waidele aus Bad Rippoldsau-Schapbach hat den Sprung in den Kreistag nicht mehr geschafft. Dafür wurden die Bürgermeister Michael Ruf aus Baiersbronn (CDU), Christoph Enderle aus Loßburg (Freie Wähler) und Bernhard Haas aus Dornstetten (CDU) in den Kreistag gewählt. Auch Horbs Bürgermeister Jan Zeitler stimmt künftig für die SPD im Kreistag mit.

Zur Kreistagswahl waren 94.856 Bürger aufgerufen. 45.838 machten davon Gebrauch. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 48,3 Prozent. 2009 lag die Beteiligung an der Kreistagswahl noch bei 50 Prozent.

Landrat Klaus Michael Rückert sagte gestern in einer ersten Bewertung der Kreistagswahl: "Ich freue mich, dass wir fast 50 Prozent Wahlbeteiligung erreicht haben. Obwohl das einen leichten Rückgang im Vergleich zur letzten Kreistagswahl bedeutet, sehe ich den Kreistag und seine Arbeit noch fest bei den Bürgern verankert. Ich freue mich auch, dass sich die Anzahl der weiblichen Kreistagsmitglieder weiter vergrößert hat. Dass der neue Kreistag fünf Mitglieder weniger hat, sieht Rückert nicht negativ. "Es besteht die Möglichkeit, dass die Arbeit des Gremiums durch die geringere Mitgliederzahl an Konzentration gewinnt." Die konstituierende Sitzung wird im Juli sein. Rückert betonte ausdrücklich, dass bei der Bewältigung anstehender Aufgaben nicht dieAnzahl der Mitglieder in den einzelnen Fraktionen und Gruppierungen wichtig sei, sondern die sachorientierte, am Wohl der Menschen im Landkreis orientierte Entscheidungsfindung.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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