Oberbürgermeister Julian Osswald (links) und Bürgermeister Bernhard Haas mit einem Spendenscheck, der an den libanesischen Verein Amicale Liban Courbevoie ging. Foto: Stadt Foto: Schwarzwälder Bote

Spende: Freudenstadt und Dornstetten helfen bei Instandsetzung von Wohngebäuden

Freudenstadt. Die deutsch-französische Freundschaft bewirkt Gutes auch außerhalb Europas, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Freudenstadt über die Spendenaktion für Beirut (wir berichteten). Knapp 4000 Euro kamen dabei zusammen.

"Die Freunde unserer Partnerstadt sind auch unsere Freunde" – unter diesem Motto hatte sich der Oberbürgermeister von Freudenstadt, Julian Osswald, einem Spendenaufruf der Partnerstadt Courbevoie angeschlossen. Auch Bürgermeister Bernhard Haas hatte sich mit der Stadt Dornstetten an der Aktion beteiligt. Es wurden zahlreiche Spender für den Wiederaufbau in Beirut nach der Explosion im August gefunden.

Freudenstadt wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges zu 80 Prozent zerstört. Dieses Trauma sei bis heute im kollektiven Gedächtnis der Stadt geblieben, heißt es in der Pressemitteilung. Das daraus resultierende Mitgefühl und das Ziel, dass die deutsch-französische Freundschaft auch grenzübergreifend positiv wirke, sei die Motivation für die Einrichtung eines Spendenkontos für Beirut gewesen.

Frankreich habe geschichtlich lang zurückreichende Bande in den Libanon. Die libanesische Gemeinschaft in Courbevoie zeichne sich über den Verein "Amicale Liban Courbevoie" durch ihr Engagement bei der französisch-libanesischen Freundschaft aus. Seit 2015 besteht ein Partnerschaftsvertrag zwischen Courbevoie und der Stadt Beit Mery, 16 Kilometer von Beirut entfernt.

Die Stadtverwaltungen von Freudenstadt und Dornstetten hatten zur Solidarität aufgerufen. Nun wurden 3831,27 Euro an den libanesischen Verein Amicale Liban Courbevoie für die Unterstützung der Aktion "Just Help a Family" überreicht. Dabei geht es um die Instandsetzung von Wohngebäuden.

Dank dieser Hilfe konnten laut Stadtverwaltung vier stark beschädigte Gebäude saniert werden. Osswald und Haas hatten sich per Telefon mit Sina Schweikle, die als Journalistin in Beirut arbeitet und ursprünglich aus Dornstetten kommt, zur Lage vor Ort ausgetauscht. "Die Dankbarkeit bei den Menschen in Beirut ist sehr groß", wird Schweikle zitiert.

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