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Freudenstadt Familienfehde endet vor Gericht

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Weil er seine Tochter geschubst haben soll, wurde ein 70-Jähriger zu einer Geldstrafe verurteilt. (Symbolbild) Foto: dpa

Freudenstadt - Vor dem Amtsgericht Freudenstadt hatte sich ein 70-jähriger Familienvater aus dem Kreis Freudenstadt zu verantworten, weil er – so die Anklage – am vergangenen Silvester seine Tochter, die ihm den Rücken zugewandt hatte, geschubst hatte. Diese hatte ihn deswegen angezeigt. Laut Anklageschrift soll der Vater die Tochter getreten haben. Sie sei deshalb gestürzt und habe sich eine Knöchelfraktur sowie eine Prellung im Rückenbereich zugezogen.

Der Angeklagte sagte aus, dass es um die Rückgabe der Garagenschlüssel ging, die seine Tochter ihm hätte aushändigen sollen, nachdem sie aus der Wohnung im Elternhaus ausgezogen ist. Sie verweigerte die Rückgabe, woraufhin ihr Vater ihr mit der rechten Hand einen, so seine Worte, kleinen Schubser gab und ihr mitteilte, dass sie gehen und sich nicht wieder bei ihren Eltern blicken lassen soll. Folgen des Schubsers seien ihm nicht bekannt.

Nach diesem Vorfall hatte der Mann in den vergangenen neun Monaten keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter. Dies wolle er nach der Anzeige auch künftig beibehalten. Im Raum stand der Vorschlag, das Verfahren gegen Geldauflage einzustellen, im Gegenzug würde dann der Sachverhalt nicht weiter aufgeklärt werden. Richter Rainer Graf-Frank erläuterte dem Angeklagten die Möglichkeit, dadurch einen endgültigen Schlussstrich unter den Streit zu ziehen.

Staatsanwaltschaft bleibt hart

Er könne ein "gutes Angebot" seitens des Gerichts akzeptieren, sagte der Angeklagte. 30 Tagessätze zu jeweils 40 Euro sollte er zahlen, sein Verteidiger plädierte auf 30 Tagessätze zu je 30 Euro. Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch eine Rechtsreferendarin, klärte dies mit ihrem Chef ab und ließ den Angeklagten wissen, dass die Einstellung nur gegen Zahlung von insgesamt 1200 Euro möglich sei, eine Ratenzahlung sei erlaubt.

Der Familienvater ließ wiederholt wissen, dass er sich ungerecht behandelt fühle. Außerdem sei es aus seiner Sicht ein Unding, dass eine Tochter ihren Vater verklage, letztlich nahm er aber das Angebot der Staatsanwaltschaft an. Sobald alles gezahlt ist, wird das vorläufig eingestellte Verfahren endgültig eingestellt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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