Das Café Pfiffikus ist der Kommunikationsmittelpunkt im Freudenstädter Familien-Zentrum. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Stadt übernimmt zusätzlich 5000 Euro von fehlendem Zuschussbetrag / Allgemeines Lob vom Gemeinderat

Von Doris Sannert

Freudenstadt. "Wir stehen hinter unserem Mehrgenerationenhaus", bekräftigte Bürgermeister Gerhard Link. Der gesamte Gemeinderat schien derselben Meinung zu sein. Er stimmte geschlossen für eine Förderung des Familien-Zentrums seitens der Stadt.

40 000 Euro hat das Familienzentrum Freudenstadt bislang jährlich aus dem Bundesprogramm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern erhalten. Doch Ende dieses Jahres läuft das Förderprogramm aus.

Eine neue Fördermöglichkeit besteht durch das "Aktionsprogramm II Mehrgenerationenhäuser". Die Fördersumme liegt allerdings nur bei 30 000 Euro im Jahr. Noch ist nicht klar, ob das Freudenstädter Familien-Zentrum in das Programm aufgenommen wird. Oberbürgermeister Julian Osswald räumt der Einrichtung jedenfalls gute Chancen ein. Bei der Bewilligung der Fördermittel spiele die Akzeptanz der Einrichtung durch Stadt und Landkreis eine wichtige Rolle, machte er den Stadträten in der jüngsten Sitzung klar. Das Land Baden-Württemberg habe zu einer möglichen Förderung noch keine Stellung bezogen. Der Landkreis wolle dagegen 5000 Euro der fehlenden 10 000 Euro übernehmen.

Osswald bat den Gemeinderat um seine Zustimmung, damit die Stadt die restlichen 5000 Euro zuschießen kann. Die Förderung soll, so der Beschlussvorschlag, für die Dauer von drei Jahren gewährt werden.

Andreas Bombel (CDU) wünschte sich eine Förderzusage seitens der Landesregierung. Walter Trefz (Bürgeraktion) bemängelte, dass die Förderung lediglich auf drei Jahre festgeschrieben sei. Seiner Meinung nach müsse die Stadt dem Familien-Zentrum zeigen, dass sie auch darüber hinaus "ein verlässlicher Partner" ist.

Mit der Übernahme der Kaltmiete seit dem Kauf der Immobilie mache die Stadt bereits deutlich, so Oberbürgermeister Osswald, wie wichtig ihr die Arbeit des Familien-Zentrums mit seinen neuen Aufgabenfeldern Alter und Pflege, Integration und Bildung, haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Freiwilliges Engagement sei. Osswald nahm den Tagesordnungspunkt zum Anlass, dem Familien-Zentrum für seine "hervorragende Arbeit" zu danken.

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