Die Falkenrealschule wird in wenigen Monaten kaum wieder zu erkennen sein. Abbruch-, Umbau- und Sanierungsarbeiten sollen die Schule zukunftstauglich machen. Foto: Breitenreuter

Umfangreiche Sanierungen, Abbrucharbeiten und Neubau geplant.

Freudenstadt - Umfangreiche Sanierungsarbeiten und ein Neubau stehen an der Freudenstädter Falkenrealschule bevor. "Auf die Schule werden ganz erhebliche Einschränkungen zukommen", kündigte der Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Rudolf Müller, an.

Die Arbeiten müssen während des Schulbetriebs erfolgen, da die Ferienzeit dazu nicht ausreicht. Rund 1,4 Millionen Euro investiert die Stadt alleine in die Sanierung und Modernisierung des B-Gebäudes (der modernere Teil der Schule neben dem Altbau), die in zwei Bauabschnitten erfolgt. Dafür gibt es Zuschüsse aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz und aus dem Ausgleichstock in Höhe von insgesamt knapp 650 000 Euro.

Teilweise Abbrucharbeiten notwendig

Rudolf Müller erläuterte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Vorgehensweise. Fach- und Klassenräume werden vollständig saniert. Auch alle Leitungen und Oberflächen werden dabei erneuert. Außerdem wird ein Aufzug gebaut, um die vollständige barrierefreie Erschließung des B-Baus und des Altbaus bis zum ersten Obergeschoss zu ermöglichen. Die Falkenrealschule sei für die heutigen Anforderungsprofile baulich nicht mehr auf der Höhe der Zeit, betonte Müller. Dies betreffe vor allem die naturwissenschaftlichen Räume, die zum größten Teil 1980 eingerichtet und seitdem nicht mehr verändert worden seien. Um die Arbeiten umzusetzen, sind teilweise auch Abbrucharbeiten notwendig.

Zum Zukunftskonzept für die Falkenrealschule gehört außerdem ein Neubau, der so genannte D-Bau, der in dem Bereich enststeht, wo heute die beiden Klassenzimmer-Container stehen. Der Neubau soll vor allem dem Gaztagskonzept der Schule gerecht werden. Im Erdgeschoss ist eine Mensa mit 96 Plätzen geplant. Momentan gibt es für die Mensa nur ein Provisorium.

Im Untergeschoss sollen vor allem Technikräume untergebracht werden und im ersten Obergeschoss sind fünf neue Klassenräume geplant. Das neue zweigeschossige Gebäude ist als Flachdachbau vorgesehen, um es bei Bedarf nochmals aufstocken zu können. Oberbürgermeister Julian Osswald nannte die Investitionen "ein starkes Bekenntnis zur Falkenrealschule".

Gemeinderäte sehen Geld gut investiert

Stadträtin Beate Gernsheimer (Freie Wähler) betonte, das Geld sei gut angelegt, denn "die Schüler sind unsere Zukunft". Stadtrat Andreas Bombel (CDU) fragte, ob eine spätere Aufstockung des Neubaus ausreicht, falls die Schülerzahlen an der Werkrealschule für deren Weiterbestand nicht mehr ausreichen. In diesem Fall, so OB Osswald, könnte die Falkenrealschule die Schüler aufnehmen.

Schulleiterin Stefanie Maier, die in der Gemeinderatssitzung anwesend war, betonte, dass sie davon ausgehe, dass die Werkrealschule an der Keplerschule Bestand hat. Nach den Schülerzahlen an der Falkenrealschule fragte Stadtrat Axel Reich (CDU). Aktuell gebe es 21 Klassen, erläuterte Stefanie Maier. Die Zahlen entwickelten sich so wie prognostiziert. Allerdings gebe es zurzeit nicht genügend Lehrerstunden. Petra Weinbrecht, Leiterin des Amts für Bildung, Familie und Sport, ergänzte, dass die langfristigen Prognosen sehr stabil seien. Die Nachfrage steige eher wegen des Ganztagsangebots.

Stadträtin Elisabeth Gebele (Bürgeraktion) ließ keinen Zweifel daran, dass die Falkenrealschule genügend Räume braucht. Doch "wo verbringen die Schüler ihre Bewegungspause, wenn der Schulhof immer kleiner wird?", fragte sie.

Die Gesamtfläche sei auch nach dem Neubau noch ausreichend, beruhigte sie Rudolf Müller. Man könne das städtische Grundstück eben nicht ausdehnen. Einstimmig stimmte der Gemeinderat dem Konzept für die Sanierung des B-Baus zu, ebenso der Konzeption zur Weiterentwicklung mit dem Neubau. Der Baubeschluss soll im nächsten Jahr erfolgen.

Für die Modernisierung des B-baus der Falkenrealschule wurden vom Gemeinderat bereits die ersten Gewerke vergeben. Im Moment liefen die Planung und Ausschreibungen, erläuterte Rudolf Müller vom Amt für Stadtentwicklung. Die Vergabe der ersten drei Gewerke sei dringend erforderlich. Obwohl es für die drei Aufträge nur jeweils zwei Angebote gegeben habe, werde der Kostenrahmen nicht überschritten. Einstimmig wurden die Arbeiten vergeben. Die Abbrucharbeiten erledigt die Firma BTS aus Schiltach für rund 100 000 Euro brutto. Die Sanitärarbeiten wurden an die Freudenstädter Firma Kläger für rund 70 000 Euro vergeben, ebenso die raumlufttechnischen Anlagen in Höhe von rund 126 000 Euro.

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