Hygiene wird groß geschrieben bei der Feinschinken-Manufaktur Wein. Deshalb sahen die Skal-Mitglieder aus wie von einem "anderen Stern". Links vorne Anja Hofer-Kohrs und Hermann Hofer von der Geschäftsführung. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Touristiker besuchen Feinschinken-Manufaktur Wein / Strenge Hygienevorschriften

Freudenstadt-Musbach. Bei der Feinschinken-Manufaktur Wein in Musbach trafen sich 30 Touristiker der Skal-Vereinigung zu einem Informationsbesuch.In der Kantine des Unternehmens begrüßte die komplette Geschäftsführung mit Hermann Hofer, Eberhard Kappler und Andreas Hofer die Touristiker aus Freudenstadt, Baiersbronn, Wolfach, Baden-Baden und Oberkirch mit ihrem Präsidenten Thomas Aurich.

Marketingleiterin Anja Hofer-Kohrs stellte das 1966 in Musbach gegründete Familienunternehmen vor. Dabei betonte sie, dass das Erfolgsgeheimnis der Schinkenräucherei heute mehr als ein Rezept ist. Es sei vielmehr die Kunst, Wissen, Tradition, Erfahrung und Handwerk harmonisch zu verbinden.

Gewürzmischung als Familienschatz

Mittlerweile produziert das Unternehmen auf 24 000 Quadratmetern Produktionsfläche mit seinen 250 Mitarbeitern etwa zwei Millionen Schinken pro Jahr. 60 Prozent der Produktion gehen in den Lebensmitteleinzelhandel, etwa 20 Prozent in den Fachhandel. Immer wichtiger wird darüber hinaus der Export, der derzeit ein Wachstumsmotor des Unternehmens ist.

In der Feinschinken-Manufaktur werden ausschließlich handverlesene Schweine-Hinterschinken zu Schinkenspezialitäten verarbeitet. Die Gewürzmischung ist der Familienschatz des Unternehmens und wird von Generation zu Generation weitergegeben.

Anschließend erhielten die Gäste die Möglichkeit, alle Bereiche der Schinkenräucherei zu besichtigen und sich ein Bild aller Abläufe zu machen – angefangen von der Anlieferung der Schinken über Zerteilung, Pökeln, Räuchern und die Reifung bis hin zur Portionierung und Verpackung. Dabei beeindruckten insbesondere die strengen Hygienevorschriften in der Firma – Maßnahmen, die "unglaublich beruhigen", waren sich die Skal-Mitglieder einig.

Nach der Führung konnten in der Kantine alle Spezialitäten verkostet werden. Neben dem Klassiker, dem Schwarzwälder Schinken, wurden Premium- und Bioprodukte sowie fettarme Light-Spezialitäten gereicht.