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Freudenstadt Erst Wolf und Luchs - und bald der Bär?

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Im Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach leben Bären in freier Natur - allerdings unzugänglich für Menschen. Foto: Hopp

Freudenstadt - Wildtierexperten wünschen sich einheitlichere Strukturen in Deutschland beim Umgang mit den hier wieder heimisch gewordenen Raubtieren Luchs und Wolf. "Ich würde mir wünschen, dass das Bundesministerium und das Bundesamt für Naturschutz ihren Spielraum strikt und stärker ausnutzen, um Rahmenbedingungen für alle verbindlich aufzustellen", sagte Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky. Die Tatsache, dass die Bundesländer jeweils für sich zuständig seien für die Managementpläne, Leitfäden oder Konzepte, sei ein erheblicher Nachteil bei diesen großräumig lebenden Tieren, betonte er mit Blick auf eine Wildtierkonferenz in Freudenstadt an diesem Wochenende.

Fachleute sprechen dort bis Sonntag über Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Ländern und über Maßnahmen zum Schutz von und zur besseren Aufklärung über Großraubtiere. "Sie bieten immer Zündstoff für Konflikte", sagte Bernd Nonnenmacher vom Bärenpark Schwarzwald. Deswegen sollten Erfahrungen aus der ganzen Welt zusammengetragen werden. Notwendig sei ein Netzwerk zwischen Tierschutz, Tierhaltung und Behörden.

Nach Ansicht der Deutschen Wildtierstiftung gehören Luchs und Wolf allerdings längst zum Alltag in vielen Bundesländern. "Der Luchs ist etwa in Nord- und Mitteldeutschland allgegenwärtig", sagte der Referent für Forst- und Jagdpolitik, Andreas Kinser. Auch der Wolf sei "absoluter Alltag in Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg".

Probleme gebe es zwar immer wieder, wenn die Raubtiere Nutztiere rissen. "Aber in diesen Ländern wird tagtäglich mit diesen Problemen gearbeitet, vieles wurde bereits in der Praxis erprobt und aus Fehlern gelernt", sagte Kinser. Die Mechanismen seien dort inzwischen erprobt, feingeschliffen und optimiert.

Mit der Rückkehr des Bären sei in absehbarer Zeit nicht zu rechnen, sagten Kinser und Wotschiskowsky. "Es mag schon sein, dass mal ein einzelner Bär über die Grenze rüberkommt", erklärte Kinser. Eine Population werde sich in den nächsten zehn Jahren aber wohl nicht entwickeln. Ein Exemplar des hierzulande seit 150 Jahren ausgerotteten Tieres war im Sommer 2006 aus Österreich nach Deutschland gewandert: "Problembär" Bruno wurde wenig später erschossen, nachdem er Schafe und Kaninchen riss, Bienenstöcke plünderte und in Wohnsiedlungen gesichtet worden war.

Aus Sicht der Stiftung für Bären, Veranstalter der Wildtierkonferenz, steht die Rückkehr eines weiteren einzelnen Bären nach Deutschland unmittelbar bevor. Deutschland sei darauf schlecht vorbereitet, heißt es von dort. Bereits mehrfach seien Braunbären in der Nähe zu deutschen Grenzen protokolliert worden.

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