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Freudenstadt "Ermöglichen statt verhindern"

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Verabschiedet sich aus Freudenstadt: Peter Stübler verlässt das "Kepi".Foto: Reimer Foto: Schwarzwälder Bote

Nach drei Jahren am Kepler-Gymnasium verabschiedet sich Schulleiter Peter Stübler in Richtung Ungarn. Private Gründe waren für die Entscheidung ausschlaggebend, denn an der Schule wird er einiges vermissen.

Freudenstadt. "Dass ich fließend Ungarisch spreche, wäre wohl eine Übertreibung", gibt Stübler zu und lacht. "Aber ich bin in der Lage, mich meist problemlos im Alltag zu verständigen." Bereits vor seiner Zeit in Freudenstadt war Stübler acht Jahre in Budapest und hat dort im Auslandsschuldienst gearbeitet. In Ungarn hat er auch seine Frau kennen gelernt. Seine inzwischen sechsjährige Tochter ist dort geboren. Ihn verbindet viel mit dem Land, sagt er.

Da seine Tochter kurz vor der Einschulung steht und sein Sohn im Mai auf die Welt gekommen ist, hat sich die Familie für ein festes Zuhause in Budapest entschieden. "Meine Schwiegereltern und die Familie meines Schwagers wohnen in unserer Nähe", erklärt Stübler. Die Geborgenheit dieser Großfamilie war für den Beschluss, nach Ungarn zu ziehen, ausschlaggebend. Seine Tochter ist zweisprachig aufgewachsen und auch sein Sohn soll Deutsch und Ungarisch lernen. Dadurch sollen sie Zugang zu beiden Kulturen haben.

Umzug nach Budapest

In Ungarn wird Stübler ab September als deutscher Leiter des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Baja sowie als Koordinator der Mercedes-Benz-Schule und der Robert-Bosch-Schule arbeiten.

"Von der schulischen Seite gibt es nichts, was mich weggetrieben hat. Ich fühle mich auch jetzt noch wohl in Freudenstadt", sagt der 48-Jährige. Seit September 2017 war er Schulleiter am "Kepi" und blickt zufrieden auf diese Zeit zurück. So wurde das Kepler-Gymnasium unter anderem als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Anfang des Jahres haben Schüler des Kepler-Gymnasiums beim Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" gleich mehrere Preise gewonnen. Die Schülerzahl ist auch um etwa hundert Schüler auf knapp über 1000 gestiegen. Stüblers Fazit nach drei Jahren: "Was bereits da war, haben wir bewahrt und dadrauf noch etwas aufgebaut."

Tatkräftige Unterstützung hatte er dabei auch von den Lehrern, die mit Ideen zu ihm kamen. Stübler versuchte, die Umsetzung dieser Ideen so gut es ging zu unterstützen. "Ermöglichen statt verhindern" war sein Grundsatz, erklärt er. So ist derzeit eine Kooperation mit der Volleyball-Abteilung des TSV Freudenstadt geplant. Ein Projekt, das vom Lehrerkollegium initiiert wurde.

Keine offizielle Verabschiedung

Der sportbegeisterte Rektor hat früher selbst Fußball und Tischtennis gespielt. Wenn auch erfolglos, wie er zugibt. Inzwischen verfolgt er Sport lieber vom Sofa aus oder im Stadion. Als Anhänger des VfB Stuttgart freut er sich über den Wiederaufstieg in die Bundesliga, wenngleich die leeren Stadien die Stimmung bei den Spielen etwas trüben, meint er.

Stübler war es stets wichtig, ein offenes Ohr für die Schüler zu haben und trotz vollem Zeitplan mit ihnen zu sprechen. "Ob mir das gelungen ist, müssen natürlich die Schüler beurteilen. Ich habe mich so gut es geht darum bemüht", sagt er. "Letzten Endes geht es bei dieser Arbeit um Schülerinnen und Schüler, wegen ihnen machen wir das alles hier."

Die Schulleiterstelle ist bereits ausgeschrieben, bis zur Neubesetzung wird es aber wohl noch eine Weile dauern, meint Stübler. "Das wird vermutlich nicht in zwei oder drei Monaten entschieden sein." Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt Herrmann Kaupp als stellvertretender Schulleiter die Führung. "Er ist seit vielen Jahren hier. Er kennt die Schüler und jeden Winkel des Gebäudes", so Stübler.

Eine offizielle Verabschiedung wird es wegen Corona nicht geben. Nach nur drei Jahren wäre eine größere Veranstaltung auch ungewöhnlich, so der Schulleiter. Es sei aber schade, dass es wegen der Umstände auch im kleineren Rahmen nicht möglich ist. "Stattdessen gibt es persönliche Gespräche als Abschied, das sind dann auch noch mal schöne individuelle Erlebnisse." Was ihm besonders fehlen wird, ist die positive und freundliche Grundstimmung, die er beim Gang durchs Schulgebäude immer wieder spürte. Dazu trugen Lehrer und insbesondere die Schüler bei. "Die kurzen Wortwechsel in den Gängen, die freundlichen Begrüßungen untereinander, das alles sorgte für eine freundliche Atmosphäre bei uns in der Schule. Das war schön."

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