Foto: Eberhardt

Besuchermassen strömen nach Freudenstadt. HGV hat das Glück auf seiner Seite: Wetter könnte besser nicht sein.

Freudenstadt - Die Stimmung war gut, und das Wetter hätte besser nicht sein können. Beim Freudenstädter Sommernacht-Shopping hatten die Organisatoren des HGV das Glück auf ihrer Seite und wurden mit einem Publikumsstrom belohnt, der fast an das Stadtfest heranreichte.Schon früh am Abend tummelten sich die Menschen in der Innenstadt. Auf dem Marktplatz war ein Flohmarkt aufgebaut, dazwischen tobten Kinder. Als schließlich die Dämmerung einsetzte und das Thermometer auf einkaufskompatibel sank, brummte es im Zentrum wie in einem Bienenstock. In dichter Menge schlenderten die Menschen durch Arkaden und Fußgängerzone. Nur wenige Geschäfte waren um den Markplatz dunkel geblieben, einige mehr hatten in der Reichsstraße ihre Pforten geschlossen, ansonsten galt: Kauffreude ohne Limit von der Forststraße bis zur Straßburger Straße.

Die zwanglose und entspannte Stimmung transportierte sich auch in die Geschäfte. Sie habe heute Abend viele neue Kontakte geknüpft, berichtete Nicole Pietag, die in ihrem Laden in der Loßburger-Straße exklusive Lederwaren anbietet. "Die Menschen sind entspannter und trauen sich, einfach mal reinzuschauen." Bis aus Bad Wildbad seien einige ihrer Besucher zum Sommernacht-Shopping nach Freudenstadt gekommen.

Für die anregende Atmosphäre hatten sich Organisatoren und teilnehmende Geschäfte einiges einfallen lassen, darunter ein vielseitiges Musikangebot. Alleine auf dem oberen und unteren Marktplatz wetteiferten drei Bands und die Stadtkapelle um die Gunst des Publikums. In der Reichsstraße und vor dem Kaufhaus Peters sorgten weitere Gruppen für Unterhaltung. Zu späterer Stunde ließ sich noch ein spontaner Musikliebhaber anstecken, der mit einem eigentümlichen Saiteninstrument am Roseneck Platz nahm. Zahlreiche Geschäfte hatten Angebotstische ins Freie gestellt, die stimmungsvoll dekoriert und mit Kerzen beleuchtet waren. Viele nutzen die Gelegenheit, mit der Einkaufsnacht auch gleich den Sommerschlussverkauf anzupfeifen.

Richtig reingehängt hatte man sich in der Forststraße, die eine etwas undankbare Position hinter dem Magnet Markplatz hatte – mit dem Erfolg, dass dort ein florierender Außenposten entstand. Vor dem Jeans-Store hatten eine Band und ein Barkeeper Position bezogen, drinnen durften sich Kunden nach üppigem Einkauf von einem Friseurteam verwöhnen lassen.

"Super", war die Resonanz, die allerorts zu hören war. Mancher Besucher hatte sich auch zu später Stunde noch zu einem Spontanbummel verlocken lassen. "Es ist total viel geboten", begeisterten sich etwa Anja Stein und Traude Eberhardt, die im Gruppenverband losgezogen waren. Erst durften die Männer einkaufen, danach die Frauen, und zur Belohnung gab’s anschließend einen Prosecco.

Auch die Händler fanden nichts zu klagen. "Ich bin zufrieden, den Leuten gefällt‘s", grinste Geschäftsfrau Tanja Pfau, während sie das Gewusel unter den Arkaden betrachtete. Und was sagt der HGV? "Gut, super", rief Vorsitzender Matthias Käthel im Vorbeirennen, während er die Stufen seines vollen Ladens hocheilte. Ruhig wurde es erst gegen Mitternacht, denn dann wurden auch in den vollsten Läden endgültig die Rollläden heruntergelassen.

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