Übergabe des Förderbescheids für die Elektromobilität im ländlichen Raum: (von links) Dennis Hickethier von der WFG, Ralf Heinzelmann, Freudenstadt, Bürgermeister Karlheinz Kistner, Oberreichenbach, Minister Alexander Bonde, Landrat Karl Röckinger, Enzkreis und Bürgermeister Jan Zeitler, Horb Foto: WFG Foto: Schwarzwälder-Bote

Freudenstadt und Horb bei Projektförderung mit dabei

Region. 150 000 Euro erhält die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald für ihr Projekt "Nordschwarzwald: Region elektromobiler Bürger". Der Landrat des Enzkreises, Karl Röckinger, nahm von Minister Alexander Bonde den Förderbescheid des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz entgegen. Der Förderzeitraum erstreckt sich auf die Jahre 2013 bis 2015.

Das Projekt "Nordschwarzwald: Region elektromobiler Bürger" basiert auf dem Grundgedanken, Elektromobilität durch Erlebnismöglichkeiten in den ländlichen Raum zu integrieren. Ein positives Beispiel ist das erfolgreiche Elektro-Bürgerauto in Oberreichenbach, das seit über einem Jahr fährt. Die Bürger bestellen das Elektroauto telefonisch und werden zur gewünschten Uhrzeit vor der Haustür abgeholt.

Dieses so genannte "Oberreichenbacher Modell" wird im Projekt der Wirtschaftsförderung auf Freundenstadt und Horb übertragen. Darüber hinaus soll das Modell unter den jeweils spezifischen Randbedingungen in Freudenstadt und Horb weiter erprobt und fortentwickelt werden. In Freudenstadt ist daran gedacht, das Ruftaxi im Chris­tophstal durch ein Elektroauto zu ersetzen und weitere Nutzungmöglichkeiten eines E-Mobils zu prüfen. Ähnlich ist der Ansatz in Horb, wo ein Elektroauto an topographisch schwierigen Stellen eingesetzt und eventuell auch in den öffentlichen Nahverkehr integriert werden soll.

In wissenschaftlichen Begleitprojekten mit Hochschulen aus der Region Nordschwarzwald wird außerdem die energieeffiziente Anwendung von Elektromobilität im Pkw-Verkehr unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitskriterien erforscht.

Projektträger sind die Gemeinde Oberreichenbach, die Stadt Horb und die Stadt Freudenstadt. Als Erweiterungskommune ist auch Baiersbronn eingebunden. Für die Zukunft ist geplant, das Projekt in der gesamten Region zu vervielfältigen und so sichtbare Ankerpunkte für die Anwendung von Elektromobilität in der Region zu schaffen. Die Projektträger wurden während der feierlichen Übergabe der Förderbescheide durch Bürgermeister Jan Zeitler (Horb), Bürgermeister Karlheinz Kistner (Oberreichenbach) sowie den Wirtschaftsförderer Freudenstadts, Ralf Heinzelmann, vertreten.

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