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Freudenstadt Eine Extraportion Streicheleinheiten

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Die Festtage sind auch für die Tiere im Kreistierheim in Freudenstadt etwas Besonderes. Neben einem Festtagsmenü gibt es ganz viele Streicheleinheiten. Die verteilt die Auszubildende Janika Dattler auch sonst nur allzu gerne.

Freudenstadt. Die Baiersbronnerin ist im dritten Lehrjahr und wird im Tierheim zur Tierpflegerin mit Fachrichtung Tierheim und Tierpension ausgebildet. "Ich wollte schon immer etwas mit Tieren machen, bin auf das Tierheim gestoßen, und es hat geklappt", sagt die junge Frau über ihre Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Tierlieb sei sie schon immer gewesen, bekennt Janika Dattler, in deren Zuhause neben einem Labrador-Schäferhund-Mischling auch noch zwei Katzen sowie Hühner und Fische leben. Auch im Tierheim kümmert sie sich liebevoll um die derzeit zwölf Hunde, um mehr als 40 Katzen jeden Alters und um einige Kaninchen.

Jeden Morgen führt sie gemeinsam mit ihren Kollegen die Hunde aus. In der Mittagspause geht es meist auf einen Platz, wo die Hunde rennen und toben dürfen. Und am Nachmittag gehen die Mitarbeiter noch einmal mit denjenigen Hunden Gassi, die nicht von Ehrenamtlichen abgeholt werden.

Hund Matteo fasst erst nach drei Monaten Vertrauen

"Unsere Hunde kommen alle zwei bis drei Mal raus am Tag", sagt die Auszubildende, die in der Zeit zwischen den Spaziergängen die Unterkünfte putzt, die Tiere füttert, ihnen Medikamente verabreicht und mit ihnen den Tierarzt aufsucht, wenn es nötig ist. In den ein oder anderen von ihr betreuten Hund habe sie sich regelrecht verliebt, gesteht Janika Dattler.

Auch wenn es dann schön sei, dass das Tier ein neues Zuhause gefunden habe, so sei es immer wieder schade, wenn es geht, sagt sie. Ganz schlimm war es für die Tierliebhaberin, als einer ihrer Lieblingshunde vermittelt wurde und nur vier Wochen danach an Krebs gestorben sei. "Das war schon sehr traurig", sagt Janika Dattler, die sich aber auch an schöne Momente erinnert.

Einer davon war der Tag, an dem der Hund Matteo sich nach drei Monaten im Tierheim erstmals von ihr hat anfassen lassen. Janika Dattler hatte täglich seine Box geputzt, durfte ihm aber nicht zu nahe kommen. Geduldig hat sie sich deshalb hingesetzt und ihm Futter angeboten – bis er sich traute, sich ihr zu nähern und das Leckerli anzunehmen. Danach war das Eis gebrochen.

Über die Feiertage war eine Vermittlungsstopp verhängt

Die angehende Tierpflegerin konnte Matteo fortan anleinen und mit ihm Gassi gehen. Auch Fahrten mit Bus und Bahn waren für den Mischling mit seiner Vertrauensperson an seiner Seite kein Problem. Matteo hat inzwischen auch zu anderen Personen Vertrauen gefasst und wartet im Tierheim nun auf ein neues Zuhause und auf Menschen mit viel Geduld.

Auch für den Dogo Argentino namens Jam wünscht sich die Auszubildende ein liebevolles, aber konsequentes Zuhause. Denn Jam sei taub und seine Vermittlung daher nicht so einfach. Janika Dattler weiß, wovon sie spricht. Sie durfte selbst schon Vermittlungsgespräche führen.

Die Vorkontrolle bei den neuen Besitzern übernahm dann die Tierheimleiterin mit einem Mitglied aus dem Vorstand des Tierschutzvereins. Über die Feiertage hatte das Tierheim allerdings einen Vermittlungsstopp verhängt, damit keines der Tiere als Weihnachtsgeschenk unterm Tannenbaum landet. Dennoch seien viele Besucher gekommen, freut sich Janika Dattler – manche, um sich über die Tiere zu informieren, andere, um Futterspenden und Decken dazulassen.

Von den Mitarbeitern des Tierheims bekamen die Tiere ein leckeres Weihnachtsmenü serviert und eine Extraportion Streicheleinheiten. Janika Dattler macht die Arbeit im Tierheim Spaß. Dennoch wird sie es nach der Ausbildung verlassen, um im Ausland, beispielsweise auf einem Pferdehof in Island, weitere Erfahrungen im Umgang mit Tieren zu sammeln.

Denn beruflich möchte sie noch eins draufsetzen und Hundetrainerin oder Hundepsychologin werden.

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