Vom Tuch befreit: Das mächtige Logo des Partnerschaftsjubiläums mit Oberbürgermeister Julian Osswald. Foto: rt Foto: Schwarzwälder Bote

Jubiläum: Partnerschaft zwischen Freudenstadt und Courbevoie 1961 besiegelt / Ziffern in Nationalfarben

Eine 2,40 Meter hohe Skulptur in Form einer stilisierten 60 vor dem Rathausbrunnen auf dem oberen Marktplatz soll auf das 60-jährige Bestehen der Städtepartnerstadt zwischen dem französischen Courbevoie und Freudenstadt hinweisen.

 

Freudenstadt (rt). Die zwei farbigen Ziffern sind bereits zu einem beliebten Motiv für Selfies, Erinnerungsfotos und zum Klettergerüst für Kinder geworden. Oberbürgermeister Julian enthüllte das Symbol. Die Zahl 60 besteht aus einem Aluminiumkorpus mit robusten Acrylglasplatten in den Nationalfarben der beiden Länder. Sie sei auf einem soliden Betonsockel ein Symbol der Freundschaft, so Osswald.

Die nachts beleuchtete Zahl soll bis Ende 2022 stehen bleiben. Bedingt durch die Pandemie hat die Stadt – wie berichtet – das eigentlich 2021 anstehende Partnerschaftsfest ins kommende Jahr verschoben. Ein wenig Pathos durfte trotz der coronabedingt klein gehaltenen Feier mit Vertretern der Gemeinderatsfraktionen dann doch sein. Während Osswalds Sohn Kilian aus dem Rathausfenster die Nationalhymnen beider Länder trompetete, fiel das Tuch der weiß verhüllten Stele und gab den Blick auf das Geburtstags- Symbol frei. Dies geschehe, so Osswald, am 8. Mai, einem denkwürdigen Tag, der für das Ende des Zweiten Weltkriegs und für eine neue Ära des Friedens stehe. Zugleich ein Tag vor dem offiziellen Europatag. Die Städtepartnerschaften wertete der Oberbürgermeister als Basis der Freundschaft und als Fundament für die Europäische Idee. Er erinnerte daran, dass die Bürgermeister beider Städte, Charles Deprez und Walter Bärlin, bereits zu einem "unglaublich frühen Zeitpunkt" im Jahr 1958 in Verbindung traten, um 1961 die Partnerschaft als eine der traditionsreichsten Europas zu begründen. Sie werde auch heute noch, wenn auch unter anderen Vorzeichen, mit Leben erfüllt.

Auszubildendefertigte den Entwurf

Zahlreiche Bürger, Schulen, Vereine, Institutionen und viele private Freundschaften hätten diese Partnerschaft über sechs Jahrzehnte getragen, so Osswald. Die Skulptur solle den Beginn des Partnerschafts-Jubiläums ankündigen, das noch eine ganze Reihe von Veranstaltungen bescheren werde. Darunter ein digitales Fußballturnier noch in diesem Oktober.

Osswald hatte gute Gründe, nach allen Seiten Dank zu sagen, an erster Stelle an Melissa Köpff, Auszubildende bei der Stadtverwaltung, die den ersten Entwurf zur symbolischen 60 geliefert hatte, an die Firmen, die das Projekt unterstützt haben, an Rudolf Müller und Philipp Heidiri vom Technischen Rathaus und Hans-Jürgen Schnurr vom Heimat- und Museumsverein, der die Leitung des Projekts ehrenamtlich übernommen hatte. Die Fäden der Städtepartnerschaft bei der Stadtverwaltung laufen, so informierte Osswald, inzwischen bei Fabienne Janz zusammen. Sie hat diese Aufgabe von Ingrid Haas übernommen, die fast zwei Jahrzehnte dafür engagiert im Einsatz war. Ihr galt ein spontaner Applaus der Anwesenden.