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Freudenstadt Ein neuer Markt bei der Stadtkirche?

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Der Wochenmarkt hat sich in Freudenstadt am Freitag und im Sommer zusätzlich am Dienstag etabliert. Jetzt soll noch ein Samstagsmarkt an der Stadtkirche hinzukommen. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Freudenstadts Angebot soll attraktiver werden. Doch das ist leichter gesagt als getan. Bei einem Arbeitstreffen im Technischen Rathaus wurde jetzt die Idee eines neuen Wochenmarkts diskutiert.

Freudenstadt. Der Gedanke steht schon seit einiger Zeit im Raum. Bereits 2018 hatte die CDU-Fraktion einen Antrag im Gemeinderat gestellt, wonach ein "kleiner Samstagsmarkt" eine lukrative Möglichkeit sein könnte, Freudenstadt attraktiver zu gestalten. Nun versammelten sich Vertreter von Einzelhändlern, Beschickern und Stadt im Technischen Rathaus, um der Idee eine erste, grobe Gestalt zu verleihen.

Begrüßt wurden die Anwesenden vom Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Rudolf Müller. Dieser gab den Versammelten einen kurzen Überblick zum Thema und übergab dann die Moderation an die Wirtschaftsbeauftragte Elke Latscha. Assistenz erhielt diese dabei von BA-Studentin Franziska Hoferer.

Um einen Konsens in der Zielsetzung herzustellen, erhielten die Anwesenden zunächst die Möglichkeit, ihre Erwartungen und Vorschläge bezüglich des Projekts zu äußern. Der Großteil war sich einig darüber, dass der untere Marktplatz an der Kirche wohl der geeignetste Ort für das Vorhaben sei. Auch ein regionaler Bezug zu Freudenstadt dürfe im fertigen Konzept keinesfalls fehlen. Johannes Ruoss vom Kirchengemeinderat bemerkte außerdem: "Auch bei uns im Kirchengemeinderat war dieses Vorhaben bereits ein Thema. Viele Hochzeiten finden samstags statt und beginnen inzwischen immer später." Daher sei es wichtig, auch darauf zu achten, dass die Zeiten eines eventuellen Samstagsmarkts nicht mit kirchlichen Veranstaltungen kollidieren.

Gemeinderat Friedrich Volpp schlug vor, den Markt unter einem gewissen Thema zu veranstalten. "Würde man einen historischen Markt veranstalten, könnte man mit entsprechenden Darbietungen und Waren Leute locken". Andere wiederum gingen einen Schritt weiter und schlugen wöchentlich wechselnde Themen vor. Doch der Hinweis Latschas, dass so etwas eine organisatorische Unmöglichkeit darstelle, holte die Diskutanten schnell zurück auf den Boden der Tatsachen. Etwas mehr Beachtung erhielt hingegen die Idee, einen Abholmarkt zu gestalten, bei dem Produkte via App vorbestellt werden könnten. In Heidelberg würde dies bereits zum Teil erfolgreich praktiziert werden.

Auch Kritiker melden sich zu Wort

Im Anschluss erhielten die Anwesenden die Möglichkeit, eventuelle Bedenken am Projekt zu äußern. Zu Wort meldete sich unter anderem Bioladen-Betreiber Steffen Seidler, der seit über zehn Jahren auch als Marktbeschicker tätig ist. "Ich habe Sorge, ein weiterer Markt könnte dem Freitagsmarkt Konkurrenz machen", betonte er. "Wer freitags nicht auf den Markt geht, geht auch samstags nicht", lautete ein anderes Argument der Skeptiker-Fraktion.

Jedoch wurde von Seiten der Befürworter mehrfach betont, man wolle den bestehenden Märkten keine Konkurrenz machen oder sie gar ersetzen. Viel mehr handle es sich bei der Idee um ein ergänzendes Konzept. Da der Großteil der Freitags-Beschicker bereits deutlich werden ließ, nicht auf den Samstag wechseln zu wollen, wäre auf dem Samstagsmarkt ein Angebot möglich, das es unter der Woche in dieser Form nicht gebe. Zudem wolle man so auch Berufstätigen die Möglichkeit geben, am Wochenende Einkäufe auf dem Markt zu erledigen.

Letztlich einigten sich die Diskutanten auf einen groben Konzepentwurf, welchen sie in der nächsten Sitzung des Gemeinderats vorbringen wollen. Diesem zufolge würde der Samstagsmarkt in den Monaten von Mai bis Oktober von 10 bis 14 Uhr am unteren Marktplatz vor der Kirche stattfinden. Potenzielle Beschicker sollen bereits im Vorfeld kontaktiert werden. Elke Latscha zeigte sich optimistisch: "Ich finde, dass diese Idee eine tolle Chance für Freudenstadt ist und ich bin gespannt, wie die Leute es aufnehmen werden."

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