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Freudenstadt Ein Konzert voller Andacht

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Die Hymnus-Chorknaben aus Stuttgart gaben ein gelungenes Konzert in der Stadtkirche Freudenstadt. Foto: Adrian Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Gabriele Adrian Freudenstadt. Von weitem waren die Stimmen zu hören: Feierlich und andächtig das "Laudate domino" singend, betraten 37 Stuttgarter Hymnus-Chorknaben die Stadtkirche, gekleidet in schwarze Talare mit breiten weißen Kragen, gefolgt vom Chor der erwachsenen Männer, 15 an der Zahl, in schwarzen Anzügen und roten Krawatten.

Der Chor zählt zu den besten seiner Art in Deutschland, es gibt ihn schon mehr als 100 Jahre. Unter Kirchenmusikdirektor Rainer Johannes Homburg, der sein Amt seit April ausübt,  wurde ein anspruchsvolles Programm geboten. Im ersten und dritten Teil des Konzerts waren ausschließlich Motetten verschiedener Komponisten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert zu hören. Als Motette wird seit dem 13. Jahrhundert geistliche Musik für mehrstimmigen oder mehrteiligen Gesang beschrieben. Die Chorknaben beherrschten mit ihren Sopran- und Altstimmen ihre oft nicht leichten Parts, routiniert unterstützt von den jungen Männern in den Stimmlagen Tenor, Bariton und Bass. Wunderschön erklang das Deutsche Magnificat von Heinrich Schütz (1585 bis 1672), eine Motette für zwei vierstimmige Chöre, das feierlich mit dem "Ehre sei dem Vater" endete. Ihm gegenüber stand  die bekannte Psalmvertonung "Warum toben die Heiden?" von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 bis 1847),  ebenfalls für zwei vierstimmige Chöre, dramatisch interpretiert und mit großer Disziplin von beiden Chören vorgetragen.

Im mittleren Teil hatten die Chorknaben Pause, die Männer ließen verschiedene Kompositionen und Interpretationen eines Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei von Matyas Selber (1905 bis 1960) und Antonio Lotti (1665 bis 1740) erklingen. Jeweils in Latein und gregorianisch anmutend waren Texte und Musik, mit eindrucksvoller Stimme sang Jonas Eller das Bariton-Solo.

Im dritten Teil waren wieder alle gefragt. Motetten für vier- und fünfstimmigen Chor erklangen, endend mit dem eindrucksvollen Werk von Schütz "Also hat Gott die Welt geliebt". Ergänzt wurde das Programm mit Orgelmusik, gespielt vom Bezirkskantor Jörg Michael Sander, der sehr schön an das Programm angepasst und die drei Teile voneinander abgrenzend das Präludium und die Fuge c-moll von Mendelssohn-Bartholdy spielte wie auch die Fantasie und Fuge c-moll von Bach. Den dankbaren Applaus eines begeisterten Publikums hatten sich die Sänger und der Organist verdient.

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