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Freudenstadt Eigenheimerverband hat in der Stadt viel zu diskutieren

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Auf dem Marktplatz (von links): Bürgermeister Gerhard Link und Vertreter des Verbands wie Vizepräsident Ralf Bernd Herden, Gerhard Merkinger (Nordrhein-Westfalen), Klaus Otto (Baden-Württemberg), Frank Behrend, (Vizepräsident ), Hans-Joachim Aurich (Nordfriesland), Bundesgeschäftsführerin Beatrice Wächter und Ralf Rose (Berlin) Foto: Adrian Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Gabriele Adrian

Freudenstadt. Als Standort für seine Frühjahrstagung hatte der Eigenheimerverband Deutschland, die Organisation der deutschen Eigenheimbesitzer und Siedler, in diesem Jahr Freudenstadt ausgewählt. Grund dafür war auch, dass der amtierende Vizepräsident Ralf B. Herden, ehemaliger Bürgermeister von Bad Rippoldsau-Schapbach, in der Region beheimatet ist.

Herden freute sich, seinen Verbandskollegen die Schönheiten des Schwarzwalds präsentieren zu können. Seit 60 Jahren gebe es den mittlerweile rund 110 000 Mitglieder zählenden Verband, erläuterte Herden während eines Pressegesprächs im Freudenstädter Rathaus. Er hoffe, dass das "Wunder von Freudenstadt" sich auch auf seinen Verein auswirke und die Menschen anrege, Mitglied zu werden, warb der Vizepräsident.

Eigentumswohnbau sei "ein Stück sozialer Wohnungsbau", war zu hören, schließlich sorgten die "Häuslebauer" als Selbstnutzer bundesweit auch für Wohnraum für andere, wenn sie von einer gemieteten Wohnung ins Eigenheim zögen. Die aktuelle Tagung befasste sich mit der Wohnungspolitik – sowohl der des Landes als auch der des Bundes, erläuterte Frank Behrend, ebenfalls Vizepräsident des Verbands. Jährlich veranstaltet der Verein ein parlamentarisches Frühstück in Berlin, um fraktionsübergreifend mit Parlamentariern über wichtige Themen des Wohnungsbaus und spezieller Fördermöglichkeiten zu diskutieren.

Für die Tagung in Freudenstadt waren als Diskussionsgrundlage zehn Thesen formuliert worden, die in Zusammenhang mit der derzeitigen Eigenheim-Situation als besonders sinnvoll und notwendig erscheinen, erläuterte Herden. So fordert der Verband beispielsweise die Absenkung der Grunderwerbssteuer bundesweit auf 3,5 Prozent, die sich in Baden-Württemberg auf fünf Prozent beläuft.

Die Erbschaftssteuer möchten die Mitglieder komplett entfallen lassen, eine "gerechte" Erbschaftssteuer gebe es sowieso nicht, betonte Behrend. Auch forderten die Vorstandsmitglieder die Streichung der Energieausweispflicht, weil Energieausweise nicht wirklich objektivierbar und verifizierbar seien. Weiterhin möchte der Verband die Erhöhung der AfA-Beträge (steuerrechtlich zu ermittelnde Wertminderung von Anlagevermögen) von zwei auf vier Prozent durchsetzen, profitierten dabei doch auch Eigentümer, die teilweise Wohn- oder Geschäftsräume vermieten.

Der Verband plädiert weiterhin für die Prüfung und notwendigenfalls Absenkung von Baustandards, um Kosten zu reduzieren. Zudem wurden eine zügige Ausweisung von Bauland gefordert und ein verständlicheres Mietrecht. Auch eine nachhaltige Förderung der Schaffung von Eigentum, gerade für Familien, mahnten die Vereinsmitglieder an, schließlich sei das Eigenheim eine wesentliche, jedoch derzeit vernachlässigte Stütze für die Stabilität der Gesellschaft.

Bei der Tagung ging es auch um den Bau barrierefreien Wohnraums sowie alters- und familiengerechtem Wohnen. An Stoff für Diskussionen werde es während der zweitägigen Versammlung im Hotel Palmenwald nicht fehlen, darin waren sich alle Teilnehmer des Pressegesprächs, unter ihnen auch die Bundesgeschäftsführerin des Eigenheimerverbandes, Beatrice Wächter, die von Bürgermeister Gerhard Link im Rathaus empfangen wurden, einig.

 
 

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