Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt Drei sinfonische Meisterwerke im Gepäck

Von
Die Studentenphilharmonie Tübingen gibt auf Einladung von Soroptimist International Club Freudenstadt/Schwarzwald eine Matinée im Kurhaus. Für Dirigent Thomas Hauschild ist es das Abschiedskonzert. Foto: Glauner Foto: Schwarzwälder-Bote

Freudenstadt. Ein großer Abschied und ein erfreuliches Wiedersehen: Die Studentenphilharmonie Tübingen hat bereits mehrfach das Freudenstädter Publikum begeistert und kommt nun erneut auf Einladung von Soroptimist International (SI) Club Freudenstadt/Schwarzwald ins Freudenstädter Kurhaus.Das Matinée-Konzert am Sonntag, 26. Januar 2014, ist gleichzeitig das Abschiedskonzert des namhaften Dirigenten Thomas Hauschild. Beginn der Matinée ist um 11 Uhr. Geboten werden das Konzertstück F-Dur op. 86 für vier Hörner und Orchester von Robert Schumann, Johann Christian Bachs Sinfonie Es-Dur und die Sinfonie Nr. V d-Moll von Dmitri Schostakowitsch. In der Pause sorgen Mitglieder von Soroptimist International für Bewirtung.

Robert Schumanns Konzertstück für vier Hörner und Orchester, F-Dur op. 86 wurde 1850 im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt. Dramatische, erhabene und feierliche Hornmelodien wechseln sich ab, während das Orchester nicht nur begleitet, sondern gleichrangig mit den Solisten in Erscheinung tritt. Lange Zeit galt das Konzertstück wegen seinen hohen technischen Anforderungen an die vier Solisten und seiner Virtuosität als unspielbar.

Johann Christian Bach ist der jüngste Sohn Johann Sebastians. Mozart war ein Bewunderer Bachs, der in London unter anderem die sechs Bläsersinfonien herausgab, die im Jahre 1782 im Druck erschienen. Nr. 1 in Es beginnt mit einem für Bach typischen "singenden Allegro", wobei Hörner und Klarinetten auch virtuose Soli erhalten. Das Andante verwendet eine jener ausdrucksvollen Synkopenmelodien, für die Bachs Arien berühmt waren, während der dritte Satz an die Bläsermärsche der damaligen Militärkapellen erinnert. Das Finale kleidet einen englischen Country Dance in die Form eines einfachen Rondo. Die Sinfonie Nr. V d-Moll von Dmitri Schostakowitsch ist eine Sinfonie in vier Sätzen für Orchester. Sie ist das erste große Werk von Schostakowitsch, das dem "Sozialistischen Realismus" verpflichtet ist. Satztypen, Themenaufbau und -verarbeitung sind der Ausdrucksästhetik des 19. Jahrhunderts verpflichtet. Das Werk wurde ein großer Publikumserfolg. Das Marschfinale wurde lange Zeit als Verherrlichung des Regimes angesehen. In Wirklichkeit zeigte der Komponist das genaue Gegenteil: Erst nach dem Erscheinen der Memoiren erfuhren Schostakowitschs Kritiker, dass der abschließende Triumphmarsch in Wirklichkeit ein Todesmarsch ist. Der Komponist war unter Stalin allerlei Demütigungen ausgesetzt.

Die Studentenphilharmonie Tübingen an der Eberhard-Karls-Universität existiert seit 1967. Sie bietet musikbegeisterten Studenten und Berufstätigen die Möglichkeit, innerhalb intensiver Probenphasen ein anspruchsvolles sinfonisches Programm zu erarbeiten.

Schwerpunkte der musikalischen Arbeit sind sinfonische Werke und Solokonzerte aller Epochen, wobei das Orchester vor allem jungen Solisten die Gelegenheit geben will, sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Konzertreisen führten das Orchester unter anderem in die Türkei, Italien, England, Frankreich, Österreich, Schweden und Dänemark, zudem nach Brasilien, Uruguay, Chile und in die USA. Dirigent Thomas Hauschild wurde 1964 in Greiz/Thüringen geboren. Nach einer intensiven musikalischen Ausbildung wurde er 1990 Mitglied des Staatsorchesters Stuttgart und erhielt 1992 einen Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart. Seit 2001 ist Hauschild Professor für Horn an der Musikhochschule Leipzig. Neben musikalischen Lehraufträgen und unter anderem als Juror des Bundeswettbewerbes "Jugend musiziert" leitet er seit 1998 die Studentenphilharmonie Tübingen.

Der Freudenstädter SI-Club freut sich, dass es gelungen ist, das Abschiedskonzert des Dirigenten mit der Studentenphilharmonie Tübingen nach Freudenstadt zu holen.

Soroptimist International ist eine internationale Organisation für Frauen in verantwortlichen Positionen im Berufsleben und versteht sich als eine weltweite Stimme von Frauen für Frauen. Sie engagiert sich auf der Basis von internationaler Verständigung und Freundschaft. Mit dem Erlös des Konzerts finanziert der SI-Club Freudenstadt sein regionales Mädchenprojekt "Wir sind die Zukunft" und sein internationales Engagement für eine Schule im indischen Sangise.

Weitere Informationen: Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 8 Euro, Familienkarten an der Tageskasse gibt es für 40 Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Vorverkauf ist bei der Freudenstadt Tourismus und per E-Mail an katrin.glauner@alpirsbacher.de.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.