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Freudenstadt Dörfliche Traditionen pflegen

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Urig und etwas beengt ging es im Gasthaus Bad im Christophstal zum Auftakt der Veranstaltungsserie "Treffpunkt Landgasthof" des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel zu. Foto: Büro Fuchtel

Freudenstadt-Christophstal - Das Gasthaus Bad in Christophstal war gut gefüllt, als Herbert Hilbert in die Tasten des Klaviers griff. "Ich freue mich, dass unsere Initiative solchen Zuspruch findet", sagte Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel (CDU).

Der Abend war der Auftakt zur Veranstaltungsserie "Treffpunkt Landgasthof". Die CDU und deren Kandidat Hans-Joachim Fuchtel wollen in diesem Wahlkampf auf die Bürger dort zugehen wo schon immer das Zentrum des Landlebens war: im typischen Dorfgasthaus, das vielerorts vom Aussterben bedroht ist, heißt es in einer Pressemitteilung des Büros von Fuchtel. Das erklärte Ziel des Politikers: "Wir müssen kreativer werden", sagte Hans-Joachim Fuchtel im Christophstal, wo er sich allerdings ein Gasthaus ausgesucht hatte, deren Betreiber zeigten, wie es geht.

Das Haus hat weit über die Stadtgrenzen von Freudenstadt hinaus einen guten Ruf. Wirtin Anneliese Kleynsteuber wurde schon im "Bad" geboren und ist eine direkte Nachfahrin von Christian Frauz, der im 19. Jahrhundert das Haus gekauft hatte, um dort nicht nur Bier zu brauen, sondern auch seine Gäste zu verköstigen. Zuvor war es herzogliches Eisenwerk, Forstverwaltung und später eine Badeanstalt mit Vesperstube für die Freudenstädter, die immer dann ins Tal marschiert seien, wenn ihnen mangels eigenem Wasseranschluss nach Sauberkeit verlangte, wie Gerolf Hau, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Freudenstadt, augenzwinkernd anmerkte. Wo keine Infrastruktur mehr vorhanden sei, sterbe die dörfliche Kultur, sagte Hans-Joachim Fuchtel, deshalb wolle er Mut machen, solchen positiven Beispielen zu folgen.

"Wir Freudenstäder freuen uns, dass das hier im ›Bad‹ so gut klappt", machte auch der frühere Bürgermeister Gerhard Link deutlich. Er brachte aus dem Stadtarchiv für den unterhaltsamen Abend so manche Anekdote mit, unter anderem wie der Bergbau einst im Christophstal erblühte. Sein Resümee: "Ohne das Christophstal würde es Freudenstadt heute nicht geben und damit auch nicht diese urige Einkehrmöglichkeit".

Dies sei ein Grund mehr, die Traditionen zu pflegen, sagte Hans-Joachim Fuchtel, der Ideen sammeln will, um solche Kommunikationsmöglichkeiten zu erhalten. Dazu soll auch ein Gedankenaustausch mit dem Hotel- und Gaststättenverband im Nordschwarzwald beitragen.

Bei der Bestandsaufnahme werde es nicht bleiben, versprach der CDU-Politiker: "Wir müssen das Thema nach der Wahl unbedingt aufarbeiten."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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