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Freudenstadt Die Fieber-Ambulanz macht am Sonntag zu

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Kreis Freudenstadt. Die zentrale Fieber-Ambulanz für den Landkreis Freudenstadt in Dornstetten wird geschlossen. Der letzte Dienst findet am Sonntag, 28. Juni, statt. Landrat Klaus Michael Rückert und Vertreter der führenden Unternehmen appellieren derweil an alle Einwohner im Landkreis, die Corona-Warn-App auf ihr Handy zu installieren.

Durch die mittlerweile gute Ausstattung mit eigener Schutzausrüstung betreuen die meisten Hausarztpraxen ihre Corona-Patienten inzwischen selbst, heißt es in einer Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). Für die Praxen, die Covid-19-Patienten nicht versorgen können, habe die KVBW sogenannte Corona-Schwerpunktpraxen (CSP) etabliert. So sei sichergestellt, dass alle Patienten bei Bedarf Abstriche erhalten können. Die Anmeldung dort erfolge wie gehabt durch den jeweiligen Hausarzt, die Überweisung sei zwingend erforderlich.

Die KVBW reagiere damit auf die zurückgehenden Infektionszahlen und die damit deutlich sinkenden Patientenzahlen in der Fieber-Ambulanz, die den weiteren Bestand nicht rechtfertigen würde. Allerdings sei sie auf eine mögliche zweite Infektionswelle vorbereitet, sodass, falls erforderlich, die Fieber-Ambulanz schnell wiedereröffnet werden könnte.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW, Johannes Fechner, bedankte sich bei allen Beteiligten: "Uns ist es gelungen, innerhalb sehr kurzer Zeit mit den Fieber-Ambulanzen eine Struktur zu schaffen, die einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass wir gut durch die Pandemie gekommen sind, was die Versorgung der Bevölkerung angeht." Das sei der engen Zusammenarbeit mit den Landratsämtern und Bürgermeis- tern, aber auch dem großen Engagement der Ärzte und des medizinischen Fachpersonals zu verdanken. Gleichzeitig sei es damit gelungen, "den Krankenhäusern den Rücken freihalten, damit sie ihre Kapazitäten für die schweren Fälle einsetzen können".

Am Freitag veröffentlichen Landrat Rückert und die Chefs von Schmalz, Homag und Fischerwerke sowie die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald einen "dringenden Appell" an Einwohner des Landkreises, die Corona-Warn-App des Bundes auf ihren Smartphones zu installieren. "Die App hilft uns effektiv dabei, Infektionsketten schneller zu unterbrechen und damit eine nochmalige Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden", so Rückert. Sie könne auch entscheidend dazu beitragen, eine zweite Infektionswelle und einen zweiten "Lockdown" zu verhindern.

Das letzte positive Testergebnis im Landkreis sei am 7. Juni gemeldet worden, seit 16. Juni gebe es keine den Behörden bekannten Infektionen mehr. Dies sei nur durch die Disziplin der Bürgerschaft möglich gewesen. Weiterhin seien Vorsicht und Einhaltung der Hygieneregeln geboten.

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