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Freudenstadt Der Strand liegt gleich um die Ecke

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Der Urlaub fällt aus wegen Corona? Muss nicht sein. Der nächste Sandstrand ist gleich um die Ecke: im Hof des Kinder- und Jugendzentrums (Kijuz) Freudenstadt in der Forststraße. Dort werden Kinder auch in den Ferien betreut.

Freudenstadt. "Es fehlt noch ein Pool", meinen die Kinder zum Kijuz-Beach. Der ist seit Mittwoch geöffnet und wurde dieses Jahr anstelle der Ferien-Ganztagsbetreuung ins Leben gerufen. "Der Pool kommt dann nächstes Jahr", meint Siegfried Kögel (63), Leiter des Kinder- und Jugendreferats und lacht.

Entlastung für die Eltern

Vier Kinder waren am Donnerstag am neuen Sommer-Strand in der Forststraße zu Besuch. Das Kijuz-Team hat mit Helfern den Parkplatz neben dem Haus mit Sand aufgeschüttet, einen Fallschirm als Sonnenschutz aufgehängt und ein paar Liegestühle zum Entspannen bereit gestellt. Leonie (9) meint, dass sie und ihre Freundin Sophia (11) kurzerhand an den Kijuz-Beach gegangen sind. "Ich darf aber meistens überall hin, ich muss nur Zuhause bescheid sagen", meint sie. "Meine Mutter freut sich, wenn wir mal aus dem Haus sind." Da bei vielen Familien der Sommerurlaub dieses Jahr nicht wie geplant stattfinden kann, brauchen die Kinder eine andere Beschäftigung in den Sommerferien. Diese bietet das Kijuz mit einem umfassenden Angebot.

Eigentlich war die Wiedereröffnung, nach drei Monaten Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie, für den 3. August angesetzt. Jetzt hat das Kijuz eine Woche früher geöffnet. "Als klar war, dass wir das schneller hinbekommen, haben wir einfach früher aufgemacht", erzählt Kögel.

Insgesamt sind sie sechs Leute im Team, mit den FSJ-lern. Es kommen auch immer wieder Jugendliche, die dem Jugendzentrum bei einzelnen Sachen helfen, so Kögel. Aber "niemand macht etwas, ohne die Hand aufzuhalten". Die meisten wollen etwas für ihre Arbeit, erklärt der Leiter des Kijuz. Normalerweise ist das Kinder- und Jugendzentrum zu dieser Zeit geschlossen, denn die Angestellten haben Urlaub im August. Da dieses Jahr alles etwas anders ist, hat sich auch das Kinder- und Jugendzentrum dazu entschieden, sich an die Umstände anzupassen – und bleibt einfach durchgängig bis 11. September offen.

Treff auch für Jugendliche

Das offene Kinderangebot kommt bei den Kindern und Eltern bis jetzt sehr gut an. "Ein paar der Mütter waren ganz angetan, dass wir den Kijuz-Beach morgens anbieten. So können die Eltern, die arbeiten müssen, morgens entlastet werden", erklärt Kögel. Normalerweise fanden die Kinderangebote immer nachmittags statt. Jetzt ist der Beach von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Es gibt keine Anmeldepflicht, die Kinder werden lediglich bei Eintreffen registriert. Vor Ort wird auf die Corona-Richtlinien geachtet.

"Der Plan B bei Regen ist natürlich reinzugehen", so Kögel, "drinnen gibt es aber natürlich wieder andere Beschränkungen, an die wir uns dann halten müssen". Deshalb hoffe man, dass das Wetter schön bleibt. "Draußen können wir theoretisch bis zu 100 Leute reinlassen."

Zum Start war noch nicht allzu viel los. Als erstes müsse man die Adresse bekannter machen. Dafür hat das Kijuz eine neue Internetseite, auf der alle Angebote zu finden sind. Auch über Instagram und Facebook bewerben sie ihre Angebote. Kögel hofft, dass durch umfassende Werbung die Familien, die nicht in den Urlaub fahren können oder wollen, auf das Angebot aufmerksam werden. Für die Älteren bietet Kögel und sein Team ein Musik-Café an. Dort können sich Jugendliche treffen, gemeinsam Tischkicker spielen und etwas zusammen trinken. Das Musik-Café hat immer Mittwochs, Donnerstags und Freitags von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

Nachbarn finden’s gut

Die Nachbarn rund um das Kijuz-Haus waren die ersten, die vom Musik-Café und dem Beach erfahren haben und seien "ganz begeistert von der Idee" gewesen, erzählt Kögel. "Ein gutes Nachbarschaftsverhältnis ist uns wichtig. Deshalb haben wir abends auch nicht so lange offen, damit es nicht zu laut wird."

In den vergangenen Jahren hatte das Kijuz neben dem eigentlichen Sommerprogramm noch unterschiedliche Veranstaltungen in einem Veranstaltungsraum in petto. "Wir möchten ein breites Spektrum anbieten", so Kögel. Aufgrund der Hygieneauflagen seien diese Veranstaltungen derzeit aber noch nicht möglich. Er hoffe aber, dass man die Veranstaltungsabende bald wieder aufnehmen könne. Das Angebot reicht von Rock- oder Jazz-Konzerten bis hin zu Poetry-Slam-Abenden. "Selbst wenn zu den Veranstaltungen nur 20 Leute kommen können, wir machen es trotzdem. Dann wird es halt gestreamt", sagt Kögel entschlossen.

Weitere Informationen: www.kijuz.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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