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Freudenstadt Das Notruftelefon steht nicht still

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Ein Lastwagen kippte am Donnerstag zwischen 24-Höhe und Peterzell um und konnte erst am Freitag mit schwerem Gerät aufgerichtet werden. Foto: Rath Foto: Schwarzwälder Bote

Im Kreis Freudenstadt kam es am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag zu starken Sturmböen und Schneefällen. Der Verkehr im Kreis blieb von Sturmtief Bianca nicht unbeeinflusst. Die Situation in einer ersten Bilanz der Einsatzkräfte.

Kreis Freudenstadt. Starke Schneestürme und Regenfälle sorgten kreisweit für rutschige und verschneite Fahrbahnen. Sieben leicht verletzte Personen und Sachschaden von insgesamt fast 100 000 Euro meldet die Polizei im Präsidiumsbereich Pforzheim. Zunächst wurde der Kreis von Schnee-, dann wieder von Regenfällen und danach erneut von starkem Schneefall heimgesucht. Besondere Schwerpunkte des Unwetters waren Freudenstadt, Baiersbronn, Seewald, Loßburg, Alpirsbach, Waldachtal, Horb, Grömbach, Empfingen und Eutingen.

Wie die Polizei mitteilt, wurden auf der Kreisstraße zwischen Schopfloch und Glatten fünf Insassen eines Autos leicht verletzt, als ihr Wagen von einem anderen Fahrzeug erfasst wurde, das auf schneebedeckter Fahrbahn auf die Gegenspur geraten war. Dabei entstand Sachschaden von insgesamt etwa 20 000 Euro. Einen Verletzten und Sachschaden von insgesamt etwa 5000 Euro forderte ein weiterer Unfall auf der Landesstraße 412 bei Loßburg. Dort kam auf der Strecke von Betzweiler-Wälde nach Loßburg ein Wagen auf schneebedeckter Straße von der Fahrbahn ab und überschlug sich.

Straßenmeistereien mit allen Kräften im Einsatz

Sabine Eisele vom Landratsamt Freudenstadt bestätigte, dass die Straßenmeistereien Freudenstadt und Dornstetten mit sämtlichen Mitarbeitern im Einsatz waren, um die Straßen von den Schneemassen und umgestürzten Bäumen zu befreien. Dafür mussten laut Feuerwehr 14 Straßen während der akuten Phase gesperrt werden.

Sperrungen gab es laut Angaben der Polizei unter anderem auf der Landesstraße 405 zwischen der Freudenstädter Nordstadt bis zur B 294, auf der Landesstraße 408 zwischen 24-Höfe und der Kreisstraße 4749 bei Betzweiler, auf der Landesstraße 401 zwischen Obertal und Ruhestein, auf der Landesstraße 409 zwischen Musbach und der B 294 und auf der B 294 zwischen dem Freudenstädter Industriegebiet und Besenfeld.

Zahlreiche Fahrzeuge mussten wegen umgestürzter Bäume befreit werden. In einigen Fällen musste die Feuerwehr auch Insassen aus den Fahrzeugen holen, um sie in sichere Bereiche zu bringen.

Zwischen Loßburg-24-Höfe und Peterzell stürzte ein Lastwagen um. Den Einsatzkräften wurde zunächst gemeldet, der Fahrer des Lastwagens sei im Führerhaus eingeschlossen. Jedoch hatte er sich bis zum Eintreffen der Retter eigenständig befreien können. Wegen des starken Winds musste die Bergung des Lastwagens auf Freitag verschoben werden. Die Landesstraße blieb über Nacht gesperrt.

Bei Seewald und Alpirsbach wurden der Feuerwehr von Bäumen eingeschlossene Linienbusse gemeldet. In diesen waren jedoch keine Fahrgäste unterwegs. Zwischen Horb und Eyach fuhr laut Polizei ein Zug gegen einen umgestürzten Baum. Von den rund 30 Fahrgästen wurde aber niemand verletzt.

Bis zum Ende der akuten Phase des Sturms gegen 23 Uhr gingen insgesamt 412 Notrufe bei der Leitstelle der Feuerwehr ein. Daraus resultierten 72 Einsätze, an denen rund 100 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis beteiligt waren. Auch Kreisbrandmeister Frank Jahraus war im Einsatz. Die Hilfskräfte waren bis in die Mittagsstunden hinein mit Aufräumarbeiten an den unterschiedlichen Einsatzorten beschäftigt. Insgesamt musste die Polizei im Bereich des Präsidiums Pforzheim über 50 Mal zu witterungsbedingten Einsätzen ausrücken.

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