Auch in der Krise stellen die Stadtwerke die Versorgung sicher. Foto: Stadtwerke

Auch Zählersperrungen werden verschoben. Kooperation mit Unternehmen. 

Freudenstadt - Die Stadtwerke Freudenstadt haben Vorsorge getroffen, um auch während der Corona-Pandemie eine sichere Versorgung mit Energie und Trinkwasser gewährleisten zu können, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Newsblog zur Ausbreitung des Coronavirus in der Region

"Sicherheit hat dabei oberste Priorität", wird Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Günther in der Mitteilung zitiert. Bereits am 10. März sei das Kunden-Center an der Stuttgarter Straße für den Kundenverkehr geschlossen worden – zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter. Telefonisch sei das Kunden-Center aber weiterhin von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter Telefon 07441/92 10 erreichbar. Auch Eine Kommunikation via Post oder E-Mail sei möglich.

Der Störungsdienst der Stadtwerke sei darüber hinaus jederzeit für Strom, Erdgas, Wasser und Wärme unter Telefon 07441/92 14 50 sowie bei Breitbandstörungen unter Telefon 07441/92 14 80 erreichbar.

Getrennte Kreise

Der mehrstufiger Notfallplan der Stadtwerke beinhalte organisatorische, personelle und technische Maßnahmen und habe mehrere Eskalationsstufen. Die Hygienemaßnahmen des Robert-Koch-Instituts für nicht-medizinische Einsatzkräfte seien einzuhalten und Zutrittsbeschränkungen seien verschärft worden. Dazu zählen externe Besuche und Besprechungen. "Was nicht sein muss, wird verschoben oder per Telefon- oder Videokonferenz gelöst", so Günther. Verschoben würden unter anderem auch Zählersperrungen. Ein Großteil der kaufmännischen Mitarbeiter der Stadtwerke arbeite nun im Homeoffice. Im technischen Bereich lasse sich dies aber nicht so einfach umsetzen. "Arbeiten vor Ort, etwa an Schaltanlagen oder auch in der Netzleitwarte sind unumgänglich", so Günther. Um die Sicherheit im Fall von Erkrankungen zu gewährleisten, seien Mitarbeiterkreise getrennt worden. Gemeinsame Pausen mit Mitgliedern der anderen Kreise seien tabu.

Zudem gebe es Kooperationen mit umliegenden Partnerunternehmen. Sollte sich bei einem der Unternehmen die Lage zuspitzen, könne gegenseitig ausgeholfen werden. Alle Maßnahmen dienten der Sicherstellung der Versorgung mit Energie und Trinkwasser.

Eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist laut Bundesumweltamt nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich. Trinkwasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt werde, sei sehr gut gegen alle Viren, einschließlich Coronaviren, geschützt, heißt es weiter. Die bisherigen Kenntnisse aus Praxiserfahrungen und Forschungsergebnissen wiesen darauf hin, dass Viren durch dieses Multibarrieren-System effektiv und effizient eliminiert werden.

Die Corona-Krise zeige, welche Bedeutung die Daseinsvorsorge für die Gesellschaft habe: Immer und überall würden Menschen mit grundlegenden, lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen versorgt – unabhängig vom Wohnort oder Geldbeutel. "Wir sind sicher, dass wir bei den Stadtwerken Freudenstadt alle erforderlichen Maßnahmen für unsere Kunden und Mitarbeiter getroffen haben, um gemeinsam diese Herausforderung meistern zu können", so Günther.