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Freudenstadt Corona-Lockerungen: Es bleibt spannend in der Bäderfrage

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Ganz schön kurvig sind die Wege, um in der Bäderfrage eine Lösung zu finden. Foto: Stadtverwaltung

Freudenstadt - Es bleibt spannend in der Bäderfrage. Denn in den Gemeinderatsfraktionen gehen die Meinungen, wie die Stadt Bademöglichkeiten in der Corona-Zeit schaffen kann, ohne die ohnehin durch die Pandemie zusätzlich strapazierten Kassen zu stark zu belasten, auseinander.

Zum Thema Bäderöffnung gibt es am Donnerstag, 25. Juni, ab 17 Uhr eine zweite Sondersitzung im Kienbergsaal des Kurhauses. Die erste Sondersitzung zu diesem Thema hatte damit geendet, dass Oberbürgermeister Julian Osswald erklärt hatte, dass er den Beschluss so nicht hinnehmen werde, weil er der Stadt Schaden zufüge. Die FWV/FDP-Fraktion hatte sich zuvor mit dem Antrag durchgesetzt, das Panorama-Freibad so schnell wie möglich zu öffnen, es dann zum 14. September zu schließen und stattdessen das Panorama-Bad zu öffnen, während das Hallenbad Wittlensweiler und das Freibad Kniebis geschossen bleiben. Auf Anfrage unserer Zeitung nehmen die Fraktionen im Vorfeld der Sondersitzung Stellung.  Die FWV/FDP-Fraktion vertritt nach wie vor die Auffassung, dass den Bürgern, aber auch den Gästen möglichst rasch wieder Bademöglichkeiten geboten werden müssen. Wie Fraktionsvorsitzender Wolfgang Tzschupke weiter mitteilt, ist in der Fraktion Stillschweigen darüber vereinbart worden, ob und in welcher Art sie in der kommenden Gemeinderatssitzung einen Antrag zum Öffnen eines oder mehrerer Bäder stellen wird.

FWV-FDP-Fraktion

Überrascht habe die FWV-FDP-Fraktion die Aussage von OB Julian Osswald im Schwarzwälder Boten, "›wir‹ – also die Verwaltung – ›haben ja vorgeschlagen, das Panoramabad mit dem Außenbereich des Freibads in Betrieb zu nehmen‹". Einen Beschlussvorschlag der Verwaltung habe es in der Gemeinderatssitzung am 9. Juni jedoch nicht gegeben, es sei denn, der OB betrachte die CDU-Fraktion, die einen solchen Antrag gestellt habe, als Sprachorgan der Verwaltung. Im Übrigen fehlten bisher für den CDU-/Verwaltungsvorschlag Angaben über den zusätzlichen Personalaufwand und die voraussichtlichen Auswirkungen auf das Betriebsergebnis des Bäderbetriebs, heißt es weiter in der Stellungnahme.  

CDU-Fraktion

Der CDU-Fraktion sei es wichtig, für die Freudenstädter eine wetterunabhängige, sichere Möglichkeit zu schaffen, wieder ins Schwimmbad gehen zu können, schreibt deren Fraktionsvorsitzender Andreas Bombel. "Das kann unserer Ansicht nach nur durch das Panoramabad geleistet werden – idealerweise mit Nutzung der Freiflächen des Freibads", heißt es weiter in der Stellungnahme der Fraktion. Die extrem kostenintensiven Anforderungen an den Personaleinsatz bei gleichzeitig geringeren Einnahmen ermöglichten es nicht, jetzt alle Bäder wieder zu öffnen. Das sei aufgrund der pandemiebedingten, mehr als angespannten Finanzlage der Stadt nicht zu verantworten. Sollten sich die Corona-Restriktionen in Bezug auf die Bäder bald lockern, ergebe sich eine ganz neue Betrachtung der Lage. Deshalb beantrage die CDU-Fraktion, dass der Gemeinderat dann umgehend über weitere Öffnungen entscheidet und dass diese umgehend umgesetzt werden.

Fraktion der Bürgeraktion

 Die Fraktion der Bürgeraktion hat sich laut Fraktionsvorsitzender Bärbel Altendorf-Jehle mit dem Vorstand umfassend beraten. Unter Vorbehalt – da es am Donnerstag möglicherweise neue Aspekte gebe oder bessere Lösungen vorgeschlagen werden – verändere die Bürgeraktion ihren Antrag dahingehend, dass sie nicht mehr auf der Öffnung des Hallenbads Wittlensweiler besteht. Der Grund: Die Schulen konzentrierten sich auf die Kernfächer und erteilten wahrscheinlich keinen Schwimmunterricht, daher entfalle das bisherige Hauptargument der BA. Somit werde die Fraktion – analog zum ursprünglichen Antrag der FWV – beantragen, das Panorama-Freibad zu öffnen.

Dieses solle, je nach Wetterlage, bis in den Oktober geöffnet bleiben. Wenn es der weitere Verlauf der Pandemie erlaube, könne danach das Panorama-Bad öffnen. "Die Finanzierung sehen wir dabei nicht so schwarz, da die Stadt in diesem Jahr sehr viel bei den eingeplanten Kosten für den Winterdienst einsparen konnte", schreibt Altendorf-Jehle. Darüber hinaus fordere die Bürgeraktion einen vierjährigen Investitionsstopp für alle Attraktivierungsmaßnahmen bei den Bädern.

SPD-Fraktion

Sollte das Panorama-Bad im Herbst öffnen können, solle den Gruppierungen aus Wittlensweiler die Möglichkeit gegeben werden, ihre Aktivitäten ins Panorama-Bad zu verlegen.   Nach einer Sitzung der SPD-Fraktion teilt deren Vorsitzender Eberhard Haug mit, dass sie mit großer Mehrheit bei ihrer Abstimmung, das Panoramabad so schnell als möglich, spätestens zum 30. Juli, zu öffnen, bleibt.

In wieweit sich die Fraktion dem CDU-Antrag zur Einbeziehung des Freigeländes (ohne Freibad) anschließen könne, werde die Diskussion zeigen. Das hänge auch vom zusätzlichen Personalbedarf ab. Außerdem soll nach Meinung der SPD-Fraktion das Hallenbad Wittlensweiler nach den Schulferien für Schulschwimmen, Vereine und sonstigen Schwimmunterricht öffnen, soweit diese Öffnung mit den Verwaltungsvorschriften des Landes in Einklang zu bringen ist. Die anderen Bäder sollten laut Stellungnahme der SPD-Fraktion für den Rest des Jahres geschlossen bleiben.

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