Zahlreiche Entscheidungsträger aus dem Kreis Freudenstadt begrüßte gestern Landrat Klaus Michael Rückert (Mitte) am Stand bei der Touristikmesse CMT in Stuttgart. Die Tourismusbeauftragte des Landkreises, Monika Krämer, servierte eine neue leckere Kreation, die "Kirschtorte to go". Foto: Hopp

Tourismusbeauftragte präsentiert bei Touristikmesse originelle Idee. Neue Gästekarte soll Impulse bringen.

Kreis Freudenstadt/Stuttgart - Das war zumindest die leckerste Premiere der CMT: Die Touristik-Referentin des Landkreises, Monika Krämer, hat die "Kirschtorte to go" erfunden.

Landrat Klaus Michael Rückert gestern in Stuttgart: "Ich freue mich über die Kreativität meiner Mitarbeiterin." Und auch die Bürgermeister und Tourismus-Verantwortlichen, die die "Schwarzwälder Knöpfle" probieren durften, zeigten sich begeistert. Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf: "Die originale Schwarzwälder Kirschtorte kommt von uns. Das neue Gebäck zeigt, dass aus unserer Region immer Köstlichkeiten kommen." Für Freudenstadts OB Julian Osswald ist das eine "schöne Kreation", und Alpirsbachs Bürgermeister Reiner Ullrich freut sich, dass bei den Kirschknöpfle keine Sahne drin ist. Krämer war auf die Idee gekommen, weil man die originale Schwarzwälder Kirschtorte nicht mitnehmen kann.

Die Touristik-Referentin: "So kann ich den Genuss auch im Geschäft haben oder mitnehmen." Landrat Klaus Michael Rückert hatte zuvor begrüßt: "Für uns ist der Nationalpark das Thema des Jahres. Weil 65 Prozent der Fläche auf unserer Gemarkung liegt, wollen wir für den Tourismus so viel wie möglich aus dem Thema herausholen."

Für Baiersbronns Michael Ruf ist die CMT ein Pflichttermin: "Es ist die Premiere für unser gemeinsames Projekt Schwarzwald+, mit der wir eine touristische Mehrwertkarte für unsere Region schaffen." Er umarmt spontan Freudenstadts OB Osswald, der bei diesem Projekt mit Baiersbronn zusammenarbeitet. Osswald hingegen geht in die Knie, um das Projekt "auf Augenhöhe" mit Baiersbronns kleinerem Bürgermeister zu würdigen.

Freudenstadts Stadtoberhaupt: "Wir versprechen uns viel von der neuen Schwarzwald+-Karte" Laut Osswald ist die Verweildauer der Gäste in Freudenstadt auf 2,9 Nächte zurückgegangen. Mit der Schwarzwald+-Karte, die freien Eintritt und andere Bonusleistungen ab zwei Übernachtungen anbietet, hofft er auf eine Trendumkehr. Osswald weist darauf hin, dass die Steigerung der Übernachtungszahlen im Jahr 2013 nicht ganz so hoch wie in 2012 war. Für ihn ist der CMT-Messeauftritt ein "Trend- und Gradmesser", und er freut sich über das große Interesse am gemeinsamen Stand.

Weil gerade Stuttgart und der obere Neckarraum die Zielgruppe sei, die Freudenstadt für sich weiter gewinnen will. Osswald kündigte an, dass sich Freudenstadt auch beim Nationalpark mit einbringen will. Freudenstadts OB: "Wir können uns nicht damit zufriedengeben, vor dem Zaun zu sitzen und den anderen beim Spielen zuzuschauen." Beim geplanten Tierreservat, das teilweise auf der Fläche von Bad Rippolsau-Schappach entstehen soll, werde auch Freudenstadt auf kommunaler Ebene konstruktiv mitarbeiten.

Monika Krämer zeigt sich nicht nur mit der Resonanz auf ihre "Kirschtorte to go" zufrieden. Die Touristik-Referentin des Landkreises: "Unser Konzept wird sehr gut angenommen. Wir haben keine Gewinnspiele und keine Hostessen, sondern echte Landkreis-Bewohner. Wir wollen in individuellen Gesprächen den Besuchern zeigen, dass wir hier im Schwarzwald echt nette Leute sind, die gastfreundlich sind. Und das funktioniert bestens."
 

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