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Freudenstadt Bundesstelle untersucht Notlandung von Segelflugzeug auf B 28

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Glück, Geistesgegenwart oder eine Mischung aus beidem? Das geknickte Schild zeigt die Stelle, an der das Segelflugzeug im engen Tal auf der B 462 aufgesetzt hat. Foto: Rath

Freudenstadt - Nach der Notlandung eines Segelflugzeugs am Pfingstsonntag auf der B 28 hat die Polizei den Fall routinemäßig an die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) in Braunschweig weitergegeben.

Das erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim am Dienstag auf Nachfrage. Bei der Pilotin handelte es sich um eine 45-jährige Frau. Sie überstand die Situation unbeschadet. Am Segelflugzeug entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.

Keine Gefährdung des Straßenverkehrs

Wie berichtet, landete das Flugzeug zwischen Campingplatz Langenwald und dem Hotel Langenwaldsee, direkt auf der dichtbefahrenen B 28 hinauf auf den Kniebis. Ein Augenzeuge beschrieb am Dienstag, dass die Maschine gegen 18.15 Uhr auf den Campingplatz zugeflogen und dann talwärts abgedreht sei.

Wie heikel die Lage war, zeigt sich erst vor Ort. Die Bergstrecke, Paradies für Motorradfahrer, führt kurvenreich durch das enge und tief eingeschnittene Tal. Mit Bäumen, Hängen und Stützmauern auf beiden Seiten ist es praktisch unlandbares Gelände. Die Pilotin brachte ihr Flugzeug auf einem Stück kurz vor der Talsohle zu Boden, auf dem die Straße auf mehreren hundert Metern gerade verläuft und sich das Tal ein wenig weitet. Eine Tragfläche schlug gegen ein Verkehrsschild und knickte die Tafel um. Laut Polizei drehte sich das so einseitig gebremste Flugzeug und blieb im Bankett der Straße stehen. Glücklicherweise kam während der Notlandung kein Verkehr. Unbeteiligte seien nicht gefährdet gewesen.

Glück im Unglück

Laut Polizei war die Segelfliegerin gegen 12.30 Uhr in Kornwestheim gestartet und zunächst die Schwäbische Alb Richtung Süden geflogen. Gegen Abend war sie dann im Schwarzwald unterwegs. Bei nachlassender Thermik verlor sie offenbar den Anschluss an die Aufwinde und damit irgendwann an Höhe.

An Wochenenden mit guten Wetterlagen sind über Alb und Schwarzwald oftmals mehrere hundert Segelflugzeuge unterwegs. So genannte Außenlandungen sind in der Segelfliegerei nicht ungewöhnlich. Die Piloten wählen dafür in der Regel Wiesen oder abgeernteten Getreidefelder aus. Warum sich die 45-Jährige in die Mausefalle des Forbachtals manövriert hatte, sollen nun die Sachverständigen der BFU klären.

Die Maschine war nicht mit einem Klapptriebwerk ausgestattet, mit dem Segelflieger bei schwächelnden Aufwinden mit Motorhilfe den Heimatflugplatz erreichen können. Der Flugplatz Musbach, der ebenfalls eine sichere Landung ermöglicht hätte, ist Luftlinie nur einige Kilometer entfernt. Für den Augenzeugen, der den Vorfall vom Campingplatz aus beobachtet hatte, ist die Pilotin jedenfalls "eine Heldin".

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