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Freudenstadt Bürger sauer über Baumfällungen

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Neben der Baustelle des Teilneubaus liegen noch Reste von den Fällarbeiten. Foto: Breitenreuter

Freudenstadt - Bäume sind für viele Menschen mehr als eine verholzte Pflanze aus einer Wurzel, einem Stamm und einer belaubten Krone. Aus diesem Grund gibt es auch immer wieder Proteste, wenn Bäume umgesägt werden – besonders wenn kein Grund erkennbar ist. Kürzlich wurden in der Freudenstädter Nordstadt zwischen der Baustelle für das neue Krankenhaus und dem CVJM-Platz gleich eine ganze Reihe stattlicher Laubbäume gefällt.

Armin Seidel und Katrin Ranft wohnen in der Nähe und gehen dort öfter spazieren und füttern die Vögel. "Uns hat fast der Schlag getroffen", schildert Katrin Ranft, als sie den Kahlschlag gesehen habe. Einen Grund für die Fällung erkannte sie nicht. Solche großen Laubbäume gebe es heute gar nicht mehr, und sie seien kerngesund gewesen und hätten alle Stürme überstanden. Auch die Wiese sei zerstört worden, kritisiert die Bürgerin. Andere Spaziergänger hätten sich ebenfalls empört. Katrin Ranft wundert sich immer wieder, wie in Freudenstadt mit Bäumen umgegangen wird. "Viele werden einfach umgesägt". Mehrfach habe sie sich deshalb an Stadträte gewandt. Verbessert habe sich nichts.

Auf Anweisung des Regierungspräsidiums

"Wie kann man bei der heutigen Klimaproblematik überhaupt auf solche Bäume verzichten wollen?" Sie hätten auch viel Nahrung und Unterschlupf für Insekten und Vögel geboten, so die Freudenstädterin. Am Schutz solcher Bäume habe die Stadt wohl kein Interesse, weil es ringsum ja überall grün ist. Auf die Fällung der Bäume von unserer Zeitung angesprochen, wusste Claus Grieshaber, Leiter des Baubetriebsamts bei der Stadt Freudenstadt von nichts. Man habe zwar Bäume gefällt, die nach den Stürmen im Februar geschädigt worden waren, aber nicht an dieser Stelle. Größere Maßnahmen habe es nicht gegeben. Wenn ein Baum ein Gefährdungspotenzial habe, werde er umgesägt, weil die Stadt die Verkehrssicherungspflicht habe. Ansonsten versuche die Stadt die Bäume zu schützen, in dem sie zum Beispiel Straßenbeläge vom Wurzelwerk fernhalte.

Das Baubetriebsamt prüfe ganz genau, ob ein Baum eine Gefährdung darstellt oder ob er nur zurückgeschnitten werden muss. Die Entfernung von Ästen mit zehn bis 15 Zentimetern Durchmesser vertrage ein Baum problemlos. Wer die großen Obstbäume beim Krankenhaus gefällt hat, klärte sich dann nach einem Anruf bei der Pressesprecherin der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt (KLF) auf. Die Fällung der Bäume sei eine Maßnahme auf Anordnung des Regierungspräsidiums gewesen, um die Flugsicherheit für die Hubschrauber, die auf der Plattform des Krankenhauses landen, zu gewährleisten, hieß es kurz und bündig.

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