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Freudenstadt Braucht die Kurstadt einen Lach-Yoga-Weg?

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"Freude ist immer im Herzen" sagt die Freudenstädter Yogalehrerin. Foto: Sannert

Freudenstadt - Wer lacht, empfindet Freude. Davon ist Anna Karina Cassinelli Vulcano überzeugt. Mit einem Lachyoga-Weg möchte sie noch mehr Freude nach Freudenstadt bringen. Es könnte der erste Lachyogaweg weltweit sein.

Anna Karina Cassinelli Vulcano stammt aus Uruguay. Die alleinerziehende Mutter von fünf Kindern hat schon viel erlebt – nicht nur Positives. Doch trotz allem ist sie ein fröhlicher Mensch geblieben. "Freude ist der natürliche Zustand des Menschen, Freude ist immer im Herzen, es geht nur darum, die Freude zuzulassen", erklärt sie ihre positive Lebenseinstellung.

Diese Freude möchte Anna Karina Cassinelli Vulcano in ihrem Namasté-Yoga-Studio in Freudenstadt vor allem mit Lachyoga-Kursen an andere weitergeben und das oft schon verlernte Lachen in die Gesichter der Menschen zurückbringen. Schon mehrmals hat die junge Frau am Weltlachtag auf den oberen Marktplatz in Freudenstadt eingeladen, um mit anderen gemeinsam zu lachen.

Pläne müssen mit Behörden abgeklärt werden

Ihr neuestes Projekt ist ein Lachyoga-Weg, der in Freudenstadt angelegt werden soll – wo genau, das muss erst noch mit den Behörden abgeklärt werden. Pläne dafür gibt es bereits. Auch wie der Lachyoga-Weg aussehen soll, weiß die Yogalehrerin schon ganz genau. An verschiedenen Stationen entlang des Wegs sollen abwechslungsreiche Yogaübungen vorgestellt und erklärt werden. Dazu darf dann herzlich gelacht werden – auch völlig grundlos. Anna Karina Cassinelli Vulcano hat zehn Übungen ausgesucht.

Derzeit arbeitet sie an einem Flyer, der in der Tourist-Info, im Bürgerservice und im Kurhaus in Freudenstadt ausgelegt werden und auf den neuen Lachyoga-Weg hinweisen soll. "Es geht um Natur und um Einfachheit", sagt sie. Deshalb seien auch keinerlei Hilfsmittel auf dem Weg notwendig. Jeder solle den Weg für sich allein oder mit Freunden gehen können.

Die Yogalehrerin kann sich auch vorstellen, den Weg für ihre Kurse zu nutzen oder ganze Gruppen auf ihrem Weg zu begleiten. Ihre Zielsetzung lautet: "Freude soll rüberkommen. Die Menschen sollen die Natur genießen, denn die Natur gibt Kraft, gerade im heilklimatischen Kurort Freudenstadt. Sie sollen positive Impulse bekommen, um mit eigener Kraft durchs Leben zu gehen."

Auf die Idee, in Freudenstadt einen Lachyoga-Weg anzulegen, ist die gelernte Reiseverkehrskauffrau und geprüfte Tourismusfachwirtin (IHK) bei ihrer Projektarbeit zum Abschluss des Lehrgangs zur Destinationsmanagerin (IHK) gekommen. Ihr Thema: "Lachyoga als neues touristisches Produkt in Freudenstadt einführen." Ihr Ziel: "Die Einführung des Lachyogas als wettbewerbsfähiges Angebot, um Freudenstadt als Destination weiterführend zu ergänzen."

Lachyoga würde Wellness-Angebot ergänzen

Als Grundlage hat Anna Karina Cassinelli Vulcano das Leitbild der Stadt Freudenstadt herangezogen. In ihm heißt es unter anderem "Freudenstadt setzt auf Gesundheitsurlaub, Wellness und Fitness, Erholung und Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele". Yoga, vor allem Lachyoga, würde dazu gut passen, dachte sich die angehende Destinationsmanagerin, die in ihrer Projektarbeit auch ausführlich erklärt hat, weshalb Lachyoga so gesund ist. Das Lachen rege nicht nur die Lungenelastizität und die Herztätigkeit an, stimuliere die Muskulatur und wirke sich blutdrucksenkend aus. "Lachyoga sorgt für eine optimistischere Grundstimmung." Für die Yoga- und Lachyogalehrerin steht deshalb fest: "Freudenstadt und Lachyoga passen sehr gut zusammen."

Die Prüfer der IHK waren in Freudenstadt von ihrem Konzept begeistert, erinnert sie sich, nicht jedoch die Prüfer in Stuttgart. Die Idee sei zwar nett, jedoch nicht umsetzbar, habe es geheißen. Die junge Frau wollte sich damit nicht abfinden und stellte ihr Projekt Tourismusdirektor Michael Krause vor. Er sei von der Idee, in Freudenstadt einen Lachyogaweg einzurichten, sehr angetan gewesen.

Inzwischen sind die Pläne weit gediehen. Und sobald Schilder und Flyer fertig sind und die Genehmigung für den Weg vorliegt, soll es losgehen. Anna Karina Cassinelli Vulcano glaubt, dass es spätestens im Herbst so weit sein wird und der erste Lachyogaweg in Freudenstadt eingeweiht werden kann. Es könnte der erste weltweit sein. Jedenfalls hat die Yoga- und Lachyogalehrerin bislang noch von keinem gehört. Er soll Gästen, aber auch Einheimischen zu mehr Freude verhelfen. "Der Weg allein ist schon heilsam", weiß die Yoga- und Lachyogalehrerin und erklärt: "Zusammen mit den Übungen soll er eine Inspiration sein für Menschen, die Kraft brauchen."

Aus ihren Kursen, die zwischenzeitlich auch von Krankenkassen bezahlt werden, weiß sie, dass es viele Menschen gibt, die in ihrem Leben nichts zu lachen haben. "Schicksalsschläge gibt es jeden Tag. Man darf die Probleme nicht verdrängen oder sich ihnen verschließen und sollte sie positiv angehen, dann klären sie sich fast von alleine", sagt Anna Karina Cassinelli Vulcano, für die der Lachyogaweg nicht das letzte Projekt sein soll. Denn mittlerweile hat sie auch noch begonnen, Psychologie zu studieren. Und auch dabei soll sich die Abschlussarbeit um Lachyoga sowie um Resilienz (die Widerstandsfähigkeit) drehen. Denn Psychologie wie auch Medizin hätten längst erkannt, so die angehende Psychologin, dass Lachen nicht nur gesund ist, sondern auch die Resilienz des Menschen fördert.

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