Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt Borkenkäfer-Gefahr unverändert groß

Von
Aufgrund des warmen und trockenen Wetters der vergangenen Wochen gibt es für alle Waldbesitzenden keine Entwarnung. (Symbolfoto) Foto: Hiekel

Kreis Freudenstadt - Die Borkenkäfer-Gefahr im Kreis Freudenstadt bleibt weiter hoch. Die erste Generation der Insekten fliegt aus. Regelmäßige Kontrollen der Nadelholzbestände sind notwendig.

Darauf weist das Landratsamt hin. Aufgrund des warmen und trockenen Wetters der vergangenen Wochen gebe es für alle Waldbesitzenden keine Entwarnung. Die erste Käfergeneration dieses Jahres sei fertig entwickelt und schwärme nun nach neuen Brutbäumen für die zweite Generation aus. Daher heiße es für alle Waldbesitzenden: Kontrollieren der Wälder und Suche nach Käferbefall.

Bei Fichte und Weißtanne seien Harztröpfchen am Kronenansatz, braunes Bohrmehl am Stammfuß oder an Rindenschuppen oder gar Spechtabhiebe Anzeichen für einen Befall. Herabfallende Nadeln und sich schnell verfärbende Kronen an Fichten und Weißtannen seien untrügliche Zeichen, dass sich die Schädlinge eingenistet haben.

Nicht jeder Fichten- oder Tannenbestand sei gleichmäßig befallen. B"esonderes Augenmerk sollte bei der Kontrolle vor allem auf Beständen liegen, welche im vergangen Jahr bereits vom Borkenkäfer befallen waren sowie lockere und besonnte Nadelwälder", so das Kreisforstamt. Aber auch durch Schneebrüche, Windwürfe oder Kronenabbrüche geschädigte Bestände würden vom Borkenkäfer bevorzugt.

Befallene Bäume müssen gefällt werden

Die befallenen Bäume müssen so schnell wie möglich gefällt und samt Borkenkäfern vor dem erneuten Ausflug aus dem Wald gebracht oder unschädlich gemacht werden. Aus einem Borkenkäfer können sich innerhalb eines Jahres drei Generationen mit bis zu 8000 Nachkommen entwickeln Der Borkenkäfer kenne keine Grenzen, daher ist es sinnvoll, sich mit seinen "Waldnachbarn" zusammen zu tun und gemeinsam gegen den Käfer vorzugehen.

Jeder Nadelbaum, der nicht vom Borkenkäfer befallen werde, habe die Chance auf bessere Zeiten. Es werde auch wieder steigende Holzpreise geben. Durch die weiterhin angespannte Holzmarktlage und die verringerten Abfuhrkapazitäten seien ein schneller Verkauf und die Abfuhr der befallenen Hölzer oft nicht möglich. Zudem stünden die Sommerferien vor der Tür, in denen auch ein Großteil der Sägewerke schließe. Vor jedem Holzeinschlag sollte daher vorab mit den Revierleitenden Kontakt aufgenommen werden.

Von ihnen erhalten die betroffenen Waldbesitzer Informationen über die Aushaltung der vermarktbaren Holzsortimente und wie mit dem Käferholz umgegangen werden soll. Wenn der Einschlag und Aushaltung nicht mit der Revierleitung abgestimmt wurde, sei gegebenenfalls ein Verkauf des Holzes über die Holzverkaufsstelle nicht möglich.  Die Kontaktdaten der zuständigen Revierleiter stehen auf der Homepage des Landratsamtes Freudenstadt und können direkt beim Kreisforstamt unter 07441/9 20 30 01 erfragt werden.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.