Naturschutzminister Alexander Bonde (Grüne) präsentiert das neue Logo und diverse Postkarten. Foto: Hopp

Neues Logo macht Schwarzwald "eine Spur wilder". Programm für 2014 soll Mitte bis Ende Februar stehen.

Stuttgart - Knapp zwei Wochen nach seinem Start ist gestern auf der Reisemesse CMT das neue Nationalpark-Logo enthüllt worden. Nach Angaben der Leiter Wolfgang Schlund und Thomas Waldenspuhl sind die ersten 14 Tage der Verwaltung "gut angelaufen".

Der Saal C1.4 im Kongrsscentrum der Messe. Um 14.50 Uhr heben Naturschutzminister Bonde sowie Wolfgang Schlund und Thomas Waldenspuhl von der Nationalparkverwaltung das grüne Tuch. Kameras klicken.

Freudenstadts Landrat Klaus Michael Rückert (CDU) sitzt im Publikum, scherzt: "Der Scherer singt jetzt ein Freudenlied." Frank Scherer von der Schwarzwald-Touristik kontert: "Klaus, der dunkle Teil des Waldes ist bei Dir." Eine Anspielung auf das neue Logo, das drei bumerang-artige Hügel zeigt. Der linke ganz hellgrün, der rechte dunkelgrün. Bonde: "Es zeigt die charakteristischen Hügelketten des Schwarzwalds" Bonde gab gleichzeitig den Startschuss für die Verteilung der Postkarten, die mit dem Spruch "Eine Spur wilder" für den neuen Nationalpark werben.
 
"Wir rechnen mit 200.000 bis 300.000 Besuchern"
 
Für Freudenstadts Landrat Rückert das "perfekte Motto", weil der neue Nationalpark eben keine größeren Veränderungen wie von Gegnern befürchtet bringe, sondern nur graduelle.
Laut Schlund und Waldenspuhl sind die ersten 14 Tage der Nationalparkverwaltung "gut angelaufen". Waldenspuhl: "Wir müssen die Verwaltung zwar noch aufbauen, aber die Bereiche Wald und Naturschutz laufen." Man kümmere sich mit den Mitarbeitern um das Borkenkäfer- und Wildtiermanagement. "Auch der Bereich, der sich mit der Ausschilderung, der Wegführung und der Müllbeseitigung beschäftigt, ist gut dabei", so Waldenspuhl.
 
Das Programm für 2014 soll Mitte bis Ende Februar stehen, als erste Programmpunkte werden Ski- bzw. Schneeschuhführungen angeboten. Auf der ersten Sitzung des Nationalparkrates am 23. Januar sollen dann die Prioritäten für das Jahr 2014 festgelegt werden.
 
Einen Besucherzuwachs erwartet Waldenspuhl in diesem Jahr allerdings noch nicht: "Wir rechnen mit 200.000 bis 300.000 Besuchern im Nationalpark-Gebiet. Dies sind aber Leute, die ohnehin schon zu den Naturparks gekommen sind." Scherer von der Schwarzwald-Touristik ergänzt: "Gutachter rechnen sehr konservativ mit 190.000 mehr Übernachtungen durch den Nationalpark. Angesichts von Gesamtzahlen von 20,4 Millionen im Schwarzwald eher zu vernachlässigen. Ich rechne eher mit positiven Impulsen bei Investoren."
 
Kleinere Effekte sieht beispielsweise Alpirsbachs Bürgermeister Reiner Ullrich (SPD) schon zum jetzigen Zeitpunkt: "Das stillgelegte Hotel Krähenbart hat bei uns wieder eröffnet, das Rössle wird erweitert. Und das, obwohl wir außerhalb des Nationalparks liegen." Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf: "Der Nationalpark-Rat wird entscheiden, wo die Schwerpunkte des Nationalparks liegen werden. Dazu wird das Verkehrskonzept gerade erarbeitet. Erst wenn das klar ist, wird sich entscheiden, wo die Investoren hingehen werden." Er rechnet damit, dass bei vielen Projekten rund um den neuen Nationalpark auch Kommunen als Co-Investoren mit ins Boot geholt werden.
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