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Freudenstadt Bewährungsstrafe nach Prügelei

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Der Angeklagte wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Außerdem muss er 1000 Euro zahlen. Foto: Archiv

Freudenstadt - Schläge, Tritte und das zweimalige Beschädigung einer Tür warf die Staatsanwaltschaft einem 22-Jährigen vor. Am Ende blieb nur der Vorwurf der Schläge bestehen.

Zu Beginn des Prozesses war der Angeklagte nicht im Amtsgericht Freudenstadt erschienen. Zwei Polizisten mussten ihn vorführen. Er habe verschlafen, sagte der junge Mann.

Laut Anklageschrift soll der 22-Jährige im vergangenen Jahr vor einem Freudenstädter Lokal einen 20-Jährigen mit zwei Faustschlägen ins Gesicht verletzt haben. Nachdem der 20-Jährige zu Boden gegangen war, soll der Angeklagte mehrfach in Richtung Gesicht getreten haben. Am Ende hatte der junge Mann Platzwunden an Kopf und Nase sowie Prellungen. Er wurde im Krankenhaus behandelt.

Weiterhin soll der Angeklagte im Sommer des vergangenen Jahres zwei Mal innerhalb von wenigen Wochen bei einer Bekannten die Eingangstür eingetreten haben, so die Staatsanwaltschaft. Der Schaden soll jeweils bei 250 Euro gelegen haben.

Der Angeklagte behauptete, dass der 20-Jährige ihn mit einem Bierglas angegriffen habe, woraufhin er ihn zu Boden geschlagen habe. Die Tritte stritt er ab. Er sei angetrunken gewesen und habe nur noch teilweise Erinnerungen an den Vorfall.

Der Geschädigte, ein Auszubildender, sagte aus, sich nicht mehr daran erinnern zu können, dass er den Angeklagten beleidigt habe, und wusste auch nichts von einem Bierglas, das er in der Hand gehabt haben soll.

Blaues rechtes Auge und zwei Platzwunden

Im weiteren Verhandlungsverlauf räumte er ein, dass es gut möglich sei, dass er den Angeklagten beleidigt habe. Mit einem blauen rechten Auge und zwei Platzwunden am Hinterkopf und im Gesicht habe ihn sein Bruder ins Krankenhaus gebracht. Der Angeklagte habe sich später bei ihm entschuldigt.

Außer dem 20-Jährigen waren noch sieben Zeugen geladen. Einer von ihnen, ein 18-Jähriger, gab an, eine andere Person als den Angeklagten bei der Ausein­andersetzung erkannt zu haben. Richter Michael Gross belehrte den 18-Jährigen ein weiteres Mal über seine Wahrheitspflicht als Zeuge. Danach sagte dieser aus, er sei ziemlich betrunken gewesen und hätte den Angeklagten mit jemand anderem verwechselt. Eine 17-jährige Schülerin sagte aus, dass der Geschädigte den Angeklagten als "Hurensohn" bezeichnet habe.

Eine weitere Zeugin, deren Tür in zwei Fällen von dem Angeklagten eingetreten worden sein soll, erschien erst nach einem Telefonanruf und einer erneuten Unterbrechung im Gerichtssaal. Sie entlastete den Angeklagten und nannte eine andere Person, die den Schaden verursacht haben soll. Daraufhin wurde dieser Anklagepunkte fallengelassen.

1000 Euro in zehn Raten

Der Angeklagte hat ein großes Vorstrafenverzeichnis und hat bereits eine längere Jugendstrafe verbüßt. Der Staatsanwalt beantragte, den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu sieben Monaten zu verurteilen, die auf Bewährung auszusetzen seien. Das würde auch einer positiven Zukunftsprognose für den Angeklagten nicht im Weg stehen. Die Bewährungszeit solle drei Jahren dauern. Außerdem solle der Angeklagte eine Geldbuße in Höhe von 1500 Euro in Raten zahlen.

In seinem Schlusswort behauptete der Angeklagte, dass er nicht getreten, sondern nur geschlagen habe und dass ihm das leid tue. "Ich bin beleidigt worden und mir ist der Geduldsfaden gerissen", sagte er.

Amtsgerichtsdirektor Michael Gross verurteilte ihn zu sechs Monaten auf Bewährung. Zudem muss der junge Mann 1000 Euro in zehn Raten zahlen. Gross erklärte dem Angeklagten, dass es für diesen "spitz auf Knopf stehe", da seine Entwicklung in den vergangenen drei Jahren keinen überzeugenden Verlauf genommen habe. Er könne froh sein, dass er jetzt einen Job habe, in dem er sich bewähren könne.

Gross ging übrigens nicht von einer gefährlichen Körperverletzung aus, da die Tritte nicht zweifelsfrei feststellbar waren.

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