Neues Gebäude rückt näher an Stadtgärtnerei heran / Vor allem Holz soll verbaut werden
Von Alexandra Alt Freudenstadt. Ganz schön eng ist das Zeitfenster, in dem der neue Baubetriebshof bei der Stadtgärtnerei errichtet und an alter Stelle abgerissen werden soll, um den Weg frei zu machen für das dort geplante Fachmarktzentrum. Aber: Die Planungen laufen auf Hochtouren, versicherte Claus Grieshaber, Leiter des Baubetriebsamts, in der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Umwelt.
Die Planungen des Architektenbüros Broghammer, Jana, Wohlleber wurden bereits überarbeitet. So rücken die drei geplanten Gebäude des neuen Betriebshofs näher an die Stadtgärtnerei heran. Zudem wurden, so Bauamtsleiter Rudolf Müller, die Unterstände für die Betriebsfahrzeuge optimiert und der Werkhof in die untere Ebene verlegt. Beheizt werden soll der Betriebshof mit einer Holzheizung, die sowohl mit Holzschnitzeln als auch mit Holzpellets befüllt werden kann.
Holzschnitzel wären deshalb wünschenswert, weil sie aus den bauhofeigenen Holzabfällen gefertigt werden könnten, so Müller. Ob das Behandeln und Trocknen der Holzschnitzel allerdings überhaupt vom Bauhof gewährleistet werden kann, oder ob hier ein Partner gesucht werden muss, müsse noch geklärt werden.
Die reinen Neubaukosten liegen bei 5,4 Millionen Euro. Weil der Gemeinderat eine Deckelung der Kosten vorgesehen hat, wird die GU-Planung mit Spannung erwartet. Diese schließt sämtliche Gewerke und Anschaffungskosten bis zur kleinsten Steckdose, die verbaut werden muss, mit ein. Grieshaber: "Da wird kostenmäßig die Wahrheit auf den Tisch kommen."
Ob dann Sonderwünsche, wie die von Stadtrat Herbert Igel (CDU) gewünschte Regenwassernutzung bei der Fahrzeugwäsche, noch drin sind, wird sich also zeigen. Hinsichtlich der Nutzung der geplanten Photovoltaikanlage laufen Gespräche mit den Stadtwerken, informierte Oberbürgermeister JulianOsswald. Kurt Breuer (BA) lobte die Planung, die nun ganz im Sinne des Betriebsablaufs sei. "Wir haben die Bauhofsmitarbeiter mitgenommen", betonte Bürgermeister Gerhard Link. Das Bauamt habe die gewünschten Änderungen mit großer Sorgfalt vorgenommen. Zudem habe der Forstbereich in der Stadtgärtnerei eine neue Unterkunft gefunden.
Ende Dezember, so Bauamtsleiter Müller, soll die Entwurfsplanung vorliegen, danach kann der Bauantrag ausgefertigt werden. Läuft alles glatt, wird Ende Mai mit dem Bau begonnen. Denn bereits im Sommer 2014 soll der neue Betriebshof bezugsfertig und das alte Areal frei sein.