Das Kinder- und Jugendzentrum (KiJuz) ist eine zentrale Anlaufstelle für die junge Generation in Freudenstadt.Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Team des Kinder- und Jugendreferat nutzt Corona-Auszeit für allerlei Arbeiten / Etwa 100 Veranstaltungen geplant

Zumindest teilweise konnte das Kinder- und Jugendreferat der Stadt Freudenstadt im vergangenen Jahr sein Programm anbieten. Was für das laufende Jahr geplant ist, darüber informierte Siegfried Kögel den Ausschuss für Verwaltung, Tourismus und Soziales.

Freudenstadt. "Corona hat im Kinder- und Jugendzentrum einiges durcheinander gewirbelt", so Kögel, Leiter des Kinder- und Jugendreferats. Bis zum Lockdown im März vergangenen Jahres sei alles normal gelaufen. Die Besucherzahlen seien in den Bereichen Jugend, Kultur und Kinder weiter gestiegen, das Musikcafé sei vermehrt aufgesucht worden, die KiJuz-Kids hätten sich steigender Beliebtheit erfreut, und für den Sommer habe das Team zahlreiche Veranstaltungen geplant gehabt.

Thekenbereichneu gestaltet

Da nicht absehbar war, wie lange der Lockdown dauern würde, habe man versucht, die Auszeit sinnvoll zu nutzen. Laut Kögel nahm das Team die Renovierung des Veranstaltungsraums in Angriff. Der Thekenbereich wurde neu gestaltet, und im Veranstaltungsraum wurden alte und nicht mehr benötigte Kabel entfernt sowie die Licht- und Tontechnik neu verkabelt.

Die Bühne erhielt eine Video-Streamingtechnik und vier Kameras. Damit wolle man es regionalen Bands künftig ermöglichen, Videos im KiJuz zu drehen, erläuterte Kögel. Zu einem Höhepunkt im Sommer wurde dann der "KiJuz-Beach". Dafür wurde im Hof am Haus mit Palmen, Sand und Loungemöbeln ein Sommerparadies mit mediterranem Flair geschaffen.

Viele Kommunen hatten ihre Sommeraktivitäten wegen Corona frühzeitig abgesagt. Nicht so das KiJuz-Team. Eine gute Entscheidung, wie Siegfried Kögel anmerkte. Bis zum Ende der Sommerferien habe man so in kleineren Gruppen ein attraktives Programm anbieten können. Die Lernunterstützung auch für Jugendliche auf einer weiterführenden Schule sei ausgebaut worden. Derzeit gebe es Einzelsitzungen. Jugendliche könnten das Lernprogramm auch online nutzen. Laut Kögel wird das Angebot immer stärker nachgefragt. Vermehrt kämen auch Kinder, die zuhause zu wenig oder keinen ruhigen Platz zum Lernen haben. Das Kinder- und Jugendreferat der Stadt Freudenstadt habe zudem in Kooperation mit der Universität Konstanz eine Befragung gestartet. 438 Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren hätten daran teilgenommen. Das Ergebnis der Studie werde derzeit ausgewertet, ließ Kögel wissen. Es solle neue Erkenntnisse darüber liefern, welche Angebote sich die Jugendlichen im KiJuz wünschen und wie eine Jugendbeteiligung mit Blick auf ein Jugendrathaus oder Jugendforum aussehen könnte. Stadträtin Anita Zirz (SPD) fragte, ob das Ergebnis der Studie im Gemeinderat vorgestellt wird. Für das Einrichten eines möglichen Jugendgemeinderats könnte es wichtige Erkenntnisse liefern. Laut Siegfried Kögel und Bürgermeisterin Stephanie Hentschel soll der Gemeinderat die komplette Umfrage samt Auswertung der Fragen erhalten. Siegfried Kögel ist sich sicher, damit ein eindeutiges Stimmungsbild zu liefern. Für dieses Jahr sind neben der Möglichkeit, im KiJuz Band-Videos zu drehen, den Sommer über etwa 100 Veranstaltungen geplant.

Viel Lob von der Stadt

Das Team will sein Spielmobil umfunktionieren und damit die Orte aufsuchen, an denen sich Jugendliche aufhalten, um mit ihnen in Kontakt zu treten. 2022 wird das KiJuz dann 50 Jahre alt. Die Geburtstagsfeier soll sich, so kündigte Kögel an, mit verschiedenen Veranstaltungen über das ganze Jahr erstrecken.

Von Oberbürgermeister Julian Osswald gab es viel Lob für das Engagement des Kinder- und Jugendreferats und dessen Leiter, die alles getan hätten, was sie tun konnten. Stadträtin Beate Gernsheimer (Freie Wähler) freute sich besonders darüber, dass das KiJuz auch die Stadtteile ins Visier nimmt.

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