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Freudenstadt Ausstieg ist noch nicht in trockenen Tüchern

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Dietmar Lust von der Bürgerinitiative "Mahnwache für Atomausstieg" dankte Sylvia Kotting-Uhl für ihre Informationen zum Atomausstieg. Foto: Blaich Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Ursula Blaich

Freudenstadt. Der Atomausstieg und die Energiewende waren Themen, zu denen die atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, Sylvia Kotting-Uhl aus Karlsruhe, in Freudenstadt referierte. Eingeladen hatten die Bürgerinitiative "Mahnwache für Atomausstieg Freudenstadt" und der Grünen-Kreisverband Freudenstadt.

"Der Atomausstieg ist keineswegs in trockenen Tüchern", sagte Sylvia Kotting-Uhl. Zwar seien acht Atomkraftwerke in Deutschland bereits abgeschaltet, neun seien aber noch in Betrieb.

Weltweit sei zu beobachten, dass die Atomenergie ihren Zenit überschritten habe, es würden kaum noch neue Kraftwerke gebaut. Bis zum Jahr 2022 sollen alle Atomkraftwerke vom Netz gehen. "Wenn wir darauf nicht vorbereitet sind, steht die Stromversorgung in Frage", betonte die Referentin.

Die energieintensive Wirtschaft im Land jammere und fürchte sich vor steigenden Strompreisen. Die Bundesregierung hingegen verfolgt ihrer Meinung nach die Energiewende nicht zielstrebig genug.

Die grüne Landesregierung in Baden Württemberg müsse in Sachen Atomausstieg ein Vorbild sein, auch für andere Länder, meinte Kotting-Uhl. Auch Werbemaßnahmen für den Ausstieg aus der Atomenergie müssten erfolgen. "Was aber bleibt, ist der Atommüll – und diese große Verantwortung zu tragen und damit umzugehen, müssen wir erst noch lernen", so die Bundestagsabgeordnete weiter. Es werde ein Endlagersuchgesetz geben, wann und wie, sei allerdings noch zu klären.

Der bestmögliche Endlagerplatz in Deutschland werde mit einem 20-Punkte-Verfahren gesucht. Entscheidend hierbei sei der Sicherheitsmaßstab und nicht die Akzeptanz der Bevölkerung. "Ein Verschieben in andere Länder oder in die Zukunft gibt es nicht! Es ist unser Müll und wir müssen uns jetzt darum kümmern", hob Sylvia Kotting-Uhl hervor. Die Endphase der Atomkraft und der Rückbau der Meiler würden sehr teuer werden. 29 000 Tonnen hochradioaktiver Müll und 290 000 Tonnen radioaktiver Müll seien beim Abbau der AKWs zu erwarten. Auch der Rückbau selbst sei absolutes Neuland, bei dem es sicher noch viele Probleme und Aufgaben zu bewältigen gibt. Silvia Kotting-Uhl begrüßte das Engagement der Freudenstädter Bürgerinitiative "Mahnwache für Atomausstieg", die sich als Freunde der erneuerbaren Energien sehen. Sie distanzieren sich von Kohle- und Kernkraftwerken und setzen sich für die Energiewende in der Region ein, um möglichst autonom zu werden. Auch Mahnwachen vor dem Rathaus in Freudenstadt werden weiter veranstaltet.

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