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Freudenstadt Ausschuss hat an komplizierter Materie schwer zu kauen

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Freudenstadt. Das Panorama-Bad in Freudenstadt frisst jedes Jahr Strom für rund 463 000 Euro. Zehn Prozent davon sollen nun eingespart werden, und zwar durch ein Gerät der Firma eSaver. Der Ausschuss für Verwaltung, Tourismus und Soziales beschloss dafür bei zwei Gegenstimmen von der Bürgeraktion eine Investition von rund 130 000 Euro.

Die Thematik war schwierig und technisch sehr anspruchsvoll. Das kam schon in der Sitzungsvorlage zum Ausdruck. Da ging es um Kurvenformen bei Frequenzumrichtern, und die Funktionsweise wurde unter anderem so erklärt: "Der eSaver ist eine Induktivität, die als Tiefpassfilter betrieben wird. Er fängt die Oberwellen bis zur 35. Oberwelle auf, speichert diese Energie im Magnetfeld und gibt sie als Wirkstrom in das Firmennetzwerk zurück". Alles klar?

Die meisten Ausschussmitglieder waren damit etwas überfordert. Unter dem Strich, so zeigte sich Oberbürgermeister Julian Osswald überzeugt, könne damit Strom gespart werden. Dabei berief er sich auf die Experten der Stadtwerke, die Praxiserfahrungen aus anderen Firmen eingeholt hatten.

Skeptisch war dagegen Stadträtin Elisabeth Gebele von der Bürgeraktion, die betonte, dass sie ihr Physikabitur mit 15 Punkten gemacht habe. Das Gerät sei von einer Firma entwickelt worden, die inzwischen insolvent sei, bemerkte sie. Man könne vielleicht Kosten, aber nicht Strom sparen. Das ganze sei noch nicht spruchreif, da müsse noch mehr recherchiert werden, forderte sie. Er maße sich nicht an, die ganze Sache zu bewerten, habe aber Vertrauen in seine Experten, wiederholte der OB. Stadträtin Esther Kießling, ebenfalls von der Bürgeraktion, schlug vor, durch Fotovoltaik mehr Strom zu erzeugen, dann könne man auch sparen. Julian Osswald merkte an, dass es nicht um die Stromerzeugung, sondern um die Einsparung gehe. Eigentlich sei es gar kein Thema für den Ausschuss, meinte er.

Stadträtin Carola Broermann (CDU) räumte ein, dass sie keine Ahnung habe. Sie vermisste Claudius Bierig, den Betriebsleiter der Stromversorgung, in der Sitzung. "Vielleicht sollte man noch mal nachfragen", meinte sie. Stadträtin Gebele wollte wissen, ob die Messungen bei den Firmen, die befragt wurden, digital oder analog vorgenommen wurden. Dies klärte OB Osswald durch einen Anruf bei Claudius Bierig und gab dann bekannt, dass es digitale Messungen waren. Digigale Messgeräte seien laut einer Studie aus den Niederlanden oft mangelhaft, kritisierte Elisabeth Gebele und betonte, dass sie der Anschaffung des eSaver nicht zustimmen könne.

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