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Oppenau/Ruhestein Hält sich der Gesuchte im Nationalpark auf?

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Der rund um Oppenau gesuchte Yves R. könnte sich im Nationalpark Schwarzwald aufhalten. Foto: dpa

Baiersbronn/Freudenstadt - Streicht der "Rambo von Oppenau" durch den Nationalpark Schwarzwald? Die Leitung auf dem Ruhestein platzierte vorsorglich eine Warnmeldung auf ihrer Internetseite. Die für den Fall zuständige Polizei in Offenburg hat bislang allerdings keine Hinweise darauf. Trotzdem sind einige Einwohner hellhörig.

Eine offizielle Warnung, ein Schuss, ein Polizeihubschrauber und ein Großaufgebot voller Einsatzkräfte am Sonntagnachmittag in Obertal – Einwohner aus dem Baiersbronner Ortsteilen und dem Kniebis waren irritiert. Ist die Suche nach dem "Rambo von Ortenau" in die Wälder vor die eigene Haustür gerückt? Nein, sagt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Offenburg. Die Suche nach Yves Etienne R., der mit Pfeil und Bogen sowie vermutlich fünf Pistolen auf der Flucht vor der Polizei ist, wurde bislang nicht auf den Landkreis Freudenstadt ausgedehnt.

Woher dann das Polizeiaufgebot in Baiersbronn? Als denkbar erscheint, dass eine angeforderte Einsatzhundertschaft auf diesem Weg nach Oppenau gebracht wurde.

Polizisten entwaffnet: Täter bleibt verschwunden

"Aus gegebenem Anlass" bittet die Nationalpark-Verwaltung dennoch darum, den aktuellen Fahndungsaufruf der Polizei in Offenburg zu beachten. "Es ist nicht ganz auszuschließen, dass der Täter auf seiner Flucht auch das Gebiet des Nationalparks durchquert oder sich dort versteckt hält", heißt es im Hinweis auf der Internetseite. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auch auf den Hinweis der Polizei in der Ortenau, verdächtige Beobachtungen per Polizeinotruf 110 zu melden und mit dem Auto keine Anhalter mitzunehmen.

Wandern und Biken im Nationalpark trotz Fahndung möglich

Der Fall des 31-jährigen Yves Etienne Rausch beschäftigt mittlerweile die Medien in der gesamten Republik. Er bedrohte und entwaffnete vier Polizisten und nahm deren Dienstpistolen mit. Selbst hatte er einen Bogen und eine Pistole dabei. Danach soll er sich in den Wald davongemacht haben, in Militär-Tarnkleidung. Die Polizei stuft den Mann, der im Ort den Ruf eines Kauzes und Eigenbrötlers hat, als gewalttätig ein. R. ist Brillenträger, etwa 1,70 Meter groß, hat Glatze und trägt einen Kinnbart. Die Offenburger Polizei bittet die dortige Bevölkerung, "verschiebbare Tätigkeiten im Freien wenn möglich zu unterlassen" und Waldgebiete um Oppenau zu meiden.

Ortsvorsteher berichtet von Schuss in Wald

Oppenau ist nicht weit weg von der Freudenstädter Kreisgrenze. Nach Bad Rippoldsau-Schapbach sind es mit dem Auto 20 Kilometer, auf den Kniebis 15. Luftlinie beträgt die Distanz zwischen Oppenau und Kniebis gerade mal zehn Kilometer. Ortsvorsteher Helmut Klaißle verfolgt den Umtrieb in der Nachbarschaft mit wachem Interesse, bleibt selbst aber gelassen. "Ich hoffe natürlich auch, dass die Polizei den Mann bald schnappt", so Klaißle. Er berichtet von einem Schuss im Wald, der ihn habe aufhorchen lassen. "Aber der könnte natürlich auch von einem Jäger abgegeben worden sein", so Klaißle.

Anlass, besondere Schutzvorkehrungen zu treffen, sehe er im Augenblick nicht. Nur so viel: Augen offen halten, die Autotür geschlossen. Ansonsten sei die Polizei aus Freudenstadt "präsent" auf der Schwarzwaldhochstraße. "Allzu große Sorgen" mache er sich nicht. Er verhalte sich im Moment eben etwas vorsichtiger. "Wir bleiben ruhig und besonnen. Wir sind schließlich Schwarzwälder", so der Ortsvorsteher.

Die Verkehrsachse Kniebis-Oppenau ist übrigens eine alte: Schon im 12. Jahrhundert kamen hier viele Reisende vorbei, es war die Hauptroute zwischen Stuttgart und Straßburg. Damals hätten Wanderer und Fuhrwerke den direkten Weg gewählt. Die Steigung hinauf zum Höhenrücken, der auf der anderen Seite dann Richtung Rheintal abfällt, galt als mühselig und mit Schmerzen verbunden, was dem Freudenstädter Höhenstadtteil seinen Namen gab: Kniebis oder Kniebeiß, so Helmut Klaißle, deute darauf hin, dass der Aufstieg mächtig auf Knochen und Gelenke ging.

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