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Freudenstadt Auf fünf Kilometern bleibt viel zu tun

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Der Forbach ist etwa zur Hälfte seines Laufs auf Freudenstädter Gemarkung naturnah. Foto: Müller

Freudenstadt - Auf 45 Prozent seiner Strecke auf Freudenstädter Gemarkung ist der Forbach in natürlichem oder naturnahem Zustand. Auf fünf Kilometern ist aber noch einiges zu tun.

Felix Rau vom Planungsbüro Planstatt Senner stellte diese und weitere Zahlen im Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt des Gemeinderats vor. Dabei ging es um den Gewässerentwicklungsplan (GEP) Forbach und Sankenbach, genauer: um die 17,51 Kilometer, die der Forbach auf Freudenstädter Gemarkung zurücklegt.

An fast der Hälfte des Flussbetts sei nicht viel zu tun, sagte Rau. Auf der Skala von eins bis sieben – wobei eins einen natürlichen Zustand beschreibt – sind gut 15 Prozent der Strecke mit eins, 31,5 Prozent mit zwei und weitere 20,1 Prozent mit drei klassifiziert.

Dass es nicht überall so gut aussieht, sei auch der historischen Nutzung geschuldet, so Rau in seinem Vortrag. Die Sohle und das Ufer seien etwa im Ort Christophstal verbaut worden, und für die Flößerei seien Wehre und Abstürze errichtet worden. Gerade diese Abstürze genannten Erhöhungen im Flussbett könnten aber eine Wiederbesiedlung des Forbachs etwa nach einem Gülleunfall bachaufwärts erschweren oder sogar verhindern.

Gartenschau und Ökopunkte

In Abschnitten von 50 bis 200 Metern habe er den Forbach und auch den Sankenbach untersucht, berichtete Rau. Denn die Gemeinde Baiersbronn und die Stadt Freudenstadt hatten den GEP Forbach und Sankenbach gemeinsam im Hinblick auf die Gartenschau 2025 entwerfen lassen. Die Kosten für Freudenstadt belaufen sich auf 8500 Euro.

Aber nicht nur für die Gartenschau lasse sich der GEP nutzen, sagte Rau. Mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen lassen sich sogenannte Ökopunkte für Ausgleichsmaßnahmen bei Bauvorhaben generieren. Zusätzlich sind Förderungen von 85 Prozent durch das Land möglich. Ausgenommen von den Änderungsvorschlägen bleibt übrigens der Bereich des Skistadions in Kniebis. Das sei zu aufwendig und rechtlich sehr schwierig.

Am Rest des Bachs schweben Rau allerdings einige Veränderungen vor: Wehre und Abstürze ließen sich durch sogenannte raue Rampen, ein Gefälle, bei dem einige große, schwere Felsen die Fließgeschwindigkeit abbremsen, ersetzen. Wichtig sei, dass Fische diese Strecken überwinden können.

Ohne Schwellen drei Meter tiefer

Auch Aufenthaltsplätze am Wasser, die ein Bewusstsein für die Bedeutung des Forbachs schaffen, können laut Rau gefördert werden. Ein weiterer Punkt wäre, den Bach wieder mäandern zu lassen. Das bremse ebenfalls und sei ein wirksamer Hochwasserschutz, sagte Rau.

"Unsere Vorfahren haben sich doch etwas dabei gedacht, die Schwellen einzubauen", sagte Friedrich Wolf (FWV) und wollte wissen, ob es noch genügend Sauerstoff im Fluss gebe, wenn man die Schwellen entfernen würde. Ja, man hätte sich damals etwas dabei gedacht, sonst würde der Forbach drei Meter tiefer fließen, beschied ihn Rau. Die Schwellen hätten den Boden festgehalten. Für den Sauerstoffeintrag seien sie nicht so wichtig.

Ob die Bereiche oberhalb des Christophstals schon tot seien, wollte Ulrich Schanbacher (CDU) wissen. Das sei nicht der Fall, aber das ökologische System habe dort weniger Widerstandskraft. Schanbacher sprach sich dafür aus, auch die historische Nutzung des Forbachs mit in die Gartenschau aufzunehmen. Auf Nachfrage von Daniela Sabian (SPD) sagte Rau, dass auch eine Förderung für die Erweiterung des Spielplatzes im Christophstal zum Wasser hin möglich sein.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen müssten nicht in einer gewissen Reihenfolge umgesetzt werden, der GEP habe keine bindende Wirkung, sei aber für die Förderung nötig, betonte Rau.

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